Das Ziel - Der Gorlebener Salzstock
Am 16.Juli 2008 war nichts so, wie es hätte sein sollen... und dies lag nicht nur daran, dass wir mitten in den Sommerferien zu einer für Schüler höchst unvorteilhaften Stunde aufstehen mussten und nicht wie unsere Schulkameraden ausschlafen konnten.
Es regnete auch noch in Strömen, was einen nicht allzu guten Start für eine Besichtigung abgab. Dies kümmerte uns jedoch nicht sonderlich, da wir sowieso die meiste Zeit unter der Erde verbringen würden.
Doch zunächst begaben wir uns in einen Besprechungssaal, in dem wir von einem erfahrenen Geologen und einem BFS-Beauftragten (Bundesamt für Strahlenschutz) herzlich mit Getränken empfangen wurden. Sie verrieten uns alles, was man als Laie über den Salzstock wissen musste. Nach dieser ca. einstündigen Einweisung war es endlich soweit: Wir erhielten das Outfit unseres Lebens. Ein enganliegender, sexy, rotgefärbter Overall mit dazu passenden schwarzen Schnürschuhen und einem nicht minder stylischen Helm, der uns genauso wie das 3 kg schwere Atemgerät vor dem schlimmsten bewahren sollte. Vollständig bekleidet folgten wir nun dem Geologen, der uns in den Riesenfahrstuhl (Platz für 60 Personen bzw. 1 Castorbehälter) führte, mit welchem wir den unergründlichen geheimnisvollen Tiefen des Salzstocks mit 10m/s immer näher kamen. Als wir die 850m zurück gelegt hatten, erlebten wir die vom Erdkern ausgehende Wärme hautnah, da die Temperatur 40°C betrug.
Wer von Ihnen jemals die österreichischen Berge im Hochsommer erklommen hat, weiß vielleicht wie wir uns fühlten, während wir den 5 km Marsch hinter uns brachten.
Besonders spannend fanden wir dabei: das Ölvorkommen, die unterschiedlichen Salzschichten/arten, die unterirdische Ausbildungsstätte und die Salzkristalle, von denen wir uns je einen als Andenken mitnehmen durften.
Wieder oben angekommen wurden wir sogleich zu einem herzhaften Mittagessen in die Kantine eingeladen.
Nach einer anschließenden Beantwortung all unserer Fragen, traten wir erschöpft, jedoch um einiges an Wissen bereichert, den Heimweg an.
Trotz des frühen Aufstehens, stellte sich der Tag, welchen wir so schnell nicht vergessen werden, als sehr schön und informativ heraus. Einen besonderen Dank möchten wir hierbei an Herrn Ahlswede aussprechen, der Herrn Raeder sehr würdevoll vertreten hat und von dem wir hoffen, dass er den Tag genauso genossen hat wie wir.
Mitgefahren sind: Katharina, Linda, Insa, Sabrina, Sarah, Daniel, Herr Ahlswede und Marvin