Chemie-AG

Ein Augenzeugenbericht

Nun, die meisten stellen sich unter der Chemie-AG sicherlich spektakuläre Experimente, Explosionen und das Zusammenmischen von gefährlichen Chemikalien vor, doch das trifft es nicht so ganz.

Klar, Explosionen gibt es hin und wieder (auch mal heftiger als geplant), aber dabei wird immer auf die nötigen Sicherheitsmaßnahmen geachtet. Auch die Verwendung gefährlicher Chemikalien erfolgt nur nach einer Sicherheitsbesprechung. Nur den älteren Schülerinnen und Schülern in der AG ist es erlaubt mit beispielsweise konzentrierter Schwefelsäure zu hantieren.

Allerdings werden viele spektakuläre Experimente gemacht, sowohl für die Kleinen als auch für die Großen. Anschließend besprechen wir, was genau geschehen ist. Dies kann sehr nützlich sein, da es früher oder später im Unterricht behandelt wird und man somit schon einige Vorkenntnisse aufweisen kann.

Jedoch muss man sich auch im Klaren sein, dass der Chemieunterricht nicht nur aus Experimenten besteht. Theorie wird im normalen Unterrichtsgeschehen eher bevorzugt. Da kann es schnell passieren, dass man etwas nicht versteht. Doch das ist kein Problem. Die Chemie-AG ist auch dazu da, um einem bei den schwierigen Themen zu helfen, sodass einer guten Chemienote nichts mehr im Weg stehen kann.

 

Die Chemie- AG findet jeden Mittwoch in der siebten und achten Stunde statt. Lehrer ist Herr Raeder.

Jedem Schüler / Jeder Schülerin ab der 8ten Klasse ist es erlaubt an der AG teilzunehmen. Empfehlenswert ist es, wenn die Teilnehmer eigene Ideen mitbringen, die sich vielleicht aus dem Chemieunterricht ergeben haben! Natürlich wird auch auf persönliche Wünsche eingegangen. Von der Herstellung eigener Hautpflegemittel bis zum Bau von Luftschiffen ist alles möglich.

Dabei ist aber auch die lockere und lustige Atmosphäre wichtig! Doch die hat bis jetzt noch nie gefehlt.

Wer Interesse hat, kann einfach mal vorbeikommen. Wir freuen uns jederzeit über neuen Zuwachs!

Die Chemie-AG auf Erkundungstour

Das Ziel - Der Gorlebener Salzstock

Am 16.Juli 2008 war nichts so, wie es hätte sein sollen... und dies lag nicht nur daran, dass wir mitten in den Sommerferien zu einer für Schüler höchst unvorteilhaften Stunde aufstehen mussten und nicht wie unsere Schulkameraden ausschlafen konnten.

Es regnete auch noch in Strömen, was einen nicht allzu guten Start für eine Besichtigung abgab. Dies kümmerte uns jedoch nicht sonderlich, da wir sowieso die meiste Zeit unter der Erde verbringen würden.

Doch zunächst begaben wir uns in einen Besprechungssaal, in dem wir von einem erfahrenen Geologen und einem BFS-Beauftragten (Bundesamt für Strahlenschutz) herzlich mit Getränken empfangen wurden. Sie verrieten uns alles, was man als Laie über den Salzstock wissen musste. Nach dieser ca. einstündigen Einweisung war es endlich soweit: Wir erhielten das Outfit unseres Lebens. Ein enganliegender, sexy, rotgefärbter Overall mit dazu passenden schwarzen Schnürschuhen und einem nicht minder stylischen Helm, der uns genauso wie das 3 kg schwere Atemgerät vor dem schlimmsten bewahren sollte. Vollständig bekleidet folgten wir nun dem Geologen, der uns in den Riesenfahrstuhl (Platz für 60 Personen bzw. 1 Castorbehälter) führte, mit welchem wir den unergründlichen geheimnisvollen Tiefen des Salzstocks mit 10m/s immer näher kamen. Als wir die 850m zurück gelegt hatten, erlebten wir die vom Erdkern ausgehende Wärme hautnah, da die Temperatur 40°C betrug.

Wer von Ihnen jemals die österreichischen Berge im Hochsommer erklommen hat, weiß vielleicht wie wir uns fühlten, während wir den 5 km Marsch hinter uns brachten.

Besonders spannend fanden wir dabei: das Ölvorkommen, die unterschiedlichen Salzschichten/arten, die unterirdische Ausbildungsstätte und die Salzkristalle, von denen wir uns je einen als Andenken mitnehmen durften.

Wieder oben angekommen wurden wir sogleich zu einem herzhaften Mittagessen in die Kantine eingeladen.

Nach einer anschließenden Beantwortung all unserer Fragen, traten wir erschöpft, jedoch um einiges an Wissen bereichert, den Heimweg an.

Trotz des frühen Aufstehens, stellte sich der Tag, welchen wir so schnell nicht vergessen werden, als sehr schön und informativ heraus. Einen besonderen Dank möchten wir hierbei an Herrn Ahlswede aussprechen, der Herrn Raeder sehr würdevoll vertreten hat und von dem wir hoffen, dass er den Tag genauso genossen hat wie wir.

Mitgefahren sind: Katharina, Linda, Insa, Sabrina, Sarah, Daniel, Herr Ahlswede und Marvin