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Lüchow-Caching

Eine mit Schülern entwickelte „Schatzsuche“ durch Lüchow
Haben Sie sich schon einmal auf eine eine historische Schatzsuche begeben?
Lüchow hat einiges an historischen Schätzen zu bieten.
Die vorliegende Schatzsuche basiert auf Ergebnissen von Schülerreferaten zum historischen Lüchow. Angeregt durch das sogenannte „Geocaching“ (vgl. www.geocaching.com) haben wir eine GPS-geführte Schatzsuche zusammengestellt, deren Endpunkt ermittelt werden soll.
Letztlich geht das auch ohne GPS-Empfänger, wenn man sich an die entsprechenden 6 Stationen begibt.
Wenn Sie sich an die unten genannten 6 Stationen begeben sowie die von den Schülern dazu zusammengestellten Informationen dazu lesen, haben Sie die Möglichkeit, die insgesamt 18 Fragen zu beantworten und mit Hilfe dieser Antworten die Koordinaten für den Endpunkt unserer Schatzsuche zu errechnen.
Wenn Sie über einen GPS-Empfänger verfügen, geben Sie dort die errechneten Koordinaten ein. Steht Ihnen kein GPS-Gerät zur Verfügung, bleibt ihnen nur die Möglichkeit zu Hause an Ihrem PC die errechneten Koordinaten bei Google-Earth einzugeben, um zu ermitteln, was der Zielort unserer Schatzsuche ist.
Hinter jeder einzelnen Station verbirgt sich Wissenswertes, das die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow zusammengetragen haben. Jede Station ist Teil des historischen Schatzes „Lüchow“.
Gelingt es Ihnen die Koordinaten der Endstation zu enträtseln?
Montags bis freitags von 9:00 – 18:00 und in den Sommermonaten auch samstags von 9:00 bis 12:00 Uhr haben Sie an dem Zielort, also der Endstation unserer Schatzsuchze die Möglichkeit, Ihre errätselten Koordinaten vorzulegen.
Die ersten 5 „Schatzfinder“ erhalten bei Vorlage der richtigen Koordinaten einen Buchpreis, alle weiteren eine CD mit von Schülern erarbeiteten Präsentationen im LibreOffice- Format, die sich auch unter Powerpoint öffnen lassen.
Viel Spaß und viel Erfolg
wünschen Edgar Gerlach mit den Schülern der Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, der Tourismusverein Lüchow und die Vertreter der Stadtverwaltung
Lüchow, Mai 2011
PS: Wertvolle Anregungen zu dieser Tour habe ich durch den Multicache zum 850-jährigen Stadtjubiläum erhalten. Mein besonderer Dank geht deshalb an die Geocacherin „ Rote Zora“.

- Lüchower Wasserturm
Wasserversorgung im Wendland
Autoren: Ingo, Anna, Feeny, Hannes, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten N 52° 58.081 E 011°09.897
Früher wurden alle Dörfer durch öffentliche Brunnen mit Wasser versorgt, welche aber oft stark verschmutzt waren. Lüchow zum Beispiel hatte 4 Brunnen in der Stadt und außerhalb noch einmal 2. 290 Haushalte waren von diesen Brunnen abhängig. Da das Wasser jedoch ungenießbar war, mussten die Menschen jedoch hoffen, dass die Privatbrunnenbesitzer ihnen genießbares Wasser abgaben. Daneben gab es auch noch 17 Ziehbrunnen, die aber meist auf Höfen mit engen Stallungen und Jauchegruben standen. Deshalb zogen es viele Lüchower vor, das Wasser aus der Jeetzel zu beziehen. Das erste Wasserwerk in Lüchow wurde 1909 gebaut, obwohl das Bürgervorsteherkollegium dagegen war und den Bau 11 Jahre hatte zurückhalten können. Am 16 Oktober 1909 war es aber soweit und das Wasserwerk in Lüchow wurde eröffnet. Nach dem Sommerhochwasser 1926, welches die Brunnen stark verschmutzte, wurde um 1933 eine gemeinschaftliche Wasserleitung von Bergen über Schmarsau bis nach Neu Darchau angelegt. Um diese Zeit wurde auch der Wasserverband Dannenberg (Dannenberg, Hitzacker und andere Dörfer) gegründet. Im und nach dem 2. Weltkrieg herrschte jedoch solch ein Wassermangel, dass er nur durch die Erweiterung der Wasserwerke behoben werden konnte. Somit wurde 1945 der Wasserbeschaffungsverband gegründet. Heute jedoch hat fast jedes Dorf einen anderen Wasserversorger (z.B. Gartow den Höhbeck und Lüchow das Wasserwerk Wibbese) und eine Kläranlage (z.B. Lüchow direkt in Lüchow und Gartow in Laasche). Die gewachsene Bevölkerungszahl und ein stärkerer Verbrauch führten Ende 1958 zu Wassermangel. 1954-1960 wurde die Schmutzwasserkanalisation ausgebaut, außerdem wurden Spültoiletten und Duschen eingebaut, dadurch wurden die Hygienebedingungen verbessert und der Verbrauch stieg schlagartig. Die Enteisungsanlage im Lüchower Wasserturm entsprach nicht den Bedingungen der harten Winter. Der Turmkopf musste wegen Baufälligkeit in den Jahren 1956/57 erneuert werden. 1960-1962 wurde in dem früher als Elektrizitätswerk genutzte Teil des Betriebsgebäude eine Wasseraufbereitungsanlage installiert. Zur Verbesserung der Speicherkapazität wurde ein Tiefbehälter mit 240 cbm Inhalt neu errichtet. 1977 übernahm der Wasserbeschaffungsverband Elbufer-Drawehn die Wasserversorgung von den Samtgemeinden Lüchow und Clenze. Im Raum Teichlosen-Wibbensee liegt nun eine neue Wasserfassung. Der Hauptspeicher befindet sich in der Nähe von Sallahn/Maddau.
a) Wann wurde das Lüchower Wasserwerk eröffnet?
b) Wie viele blaue Steine befinden sich über der Jahreszahl?
c) In welchen Jahren wurde die Turmkopferneuerung abgeschlossen?

- Lüchower Bahnhof
Eisenbahnverkehr in Lüchow
Autoren: Tamara, Anne, Imke, Justus, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten: N 52° 57.960 E 011° 09.978
Der Eisenbahnverkehr hat in der Geschichte Lüchows nicht sehr lange eine Rolle gespielt. Erst verhältnismäßig spät wurde Lüchoiw ans Eisenbahnnetz angeschlossen und recht früh wurde der Eisenbahnverkehr wieder eingestellt. Dennoch hat er eine große Rolle für die Menschen und die Industrie gespielt.
Im Landkreis Lüchow-Dannenberg war vor allem der Ostkreis um Gartow und Schnackenburg und die Gegend um Clenze vom Bahnverkehr ausgeschlossen.
Erst um 1890 wurde Lüchow überhaupt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und um 1891 bekam Lüchow einen Stichbahnanschluss an Salzwedel über Wustrow. Das führte zu einer stärkeren Orientierung des Lüchower Raumes in den Salzwedeler Raum. Die Schifffahrt auf der Jeetzel über Dannenberg war nun zu Ende und es mussten die Waren nicht mehr mühsam mit Jeetzelkränen transportiert werden. Der Eisenbahnverkehr Lüchow hatte allerdings nie überregionale Bedeutung. Dörfer mit einem Bahnhof entwickelten sich zu kleinen Mittelpunkten. Allerdings gab es auf den Strecken auch Unfälle. Zum Beispiel gab es 1912 einen Frontalzusammenstoß zweier Zügen.
Am 1. April 1911 wurde mit einem Festzug der regelmäßige Bahnverkehr eröffnet.
Lokomotiven genossen täglich eine Wäsche, während Loren nur ab und zu geputzt wurden.
Während der Kriegszeit von 1939 bis 1945 wurden viele Eisenbahnlinien zerstört. Unter anderem die Dömitzer Eisenbahnbrücke. Somit wurde die Hauptdurchgangslinie zerstört. Der Lüchower Eisenbahnbahnhof wurde zum Glück verschont. Leider wurde die Dömitzer Brücke nicht wieder errichtet (Deutsch-deutsche Grenze) , was dazu führte, dass selbst heute noch keine Eisenbahnverbindung besteht. Nach der Wiedervereinigung wäre ein Aufbau natürlich möglich gewesen, war aber verkehrspolitisch nicht gewollt.
Der Wiederaufbau der Eisenbahnlinien zwischen Stendal, Salzwedel und Uelzen könnte eine Verkehrsanbindung für uns bedeuten
Kleinbahn Lüchow-Schmarsau
Die Bahnverbindung wurde um 1911 erbaut, um die Güter mit Holz, Zuckerrüben, Braunkohle, Torf und Vieh abzutransportieren. Ca. 5 mal am Tag beförderte die Bahn auch Schüler und Berufstätige von Lüchow nach Schmarsau.
Im Jahre 1920 wurde die Eisenbahn besonders dafür benutzt um Raseneisenerz zu transportieren.
Heute
Wenn man heute auf den Lüchower Bahnhof geht, wartet man vergeblich auf einen Zug. Heutzutage befindet sich im Bahnhofsgebäude die Lüchow-Dannenberger Tafel. Bei der Lüchow-Dannenberger Tafel bekommen ärmere Familien und Menschen Nahrungsmittel umsonst. Die Zugvebindungen wurden in den 70er Jahren nach und nach eingestellt. Doch der Bahnverkehr in Lüchow könnte theoretisch jederzeit wiederbelebt werden. Die Umgehungsstraße, die kürzlich fertig gestellt worden ist, wurde extra so gebaut, dass Züge weiterhin fahren könnten. Eventuell rollen an Lüchow irgendwann wieder Züge vorbei.
Fragen:
d) Wie viele Handabdrücke befinden sich neben dem großem Bild an der vorderen Außenwand?
e) Wie oft am Tag beförderte die Kleinbahn von Lüchow nach Schmarsau Schüler und Berufstätige?
f) Wann wurde Lüchow an das Eisenbahnnetz angeschlossen?

- Jeetzelwehr
Jeetzelregulierung / Drawehner Jeetzel
Autoren: Pascal, Lara, Christina, Alexander, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten: N 52° 57.771’ E 011° 09.454
Der Landkreis Lüchow-Dannenberg ist ein wasserwirtschaftliches Problemgebiet, da ca.23000ha Land rd. 1/3 der Bevölkerung des Landkreises von Überflutungen betroffen sein kann. Damit dies nicht passieren kann, werden seit 1975 Deichbaumaßnamen durchgeführt. Es kann aber auch z.B. durch Schöpfwerke, Siele und Sperrwerke „abgeschöpft“ werden, allerdings wurde in Lüchow nur die „neue Jeetzel“ zum besseren Ablaufen des Wassers künstlich hergerichtet. Die Jeetzelregulierung wurde erst um 2000 verwirklicht, seitdem ist der Verlauf der „alten Jeetzel“ nur noch teilweise sichtbar.
In den Jahren 1777 – 1782 wurde ein alter Plan eines Ableitungskanal wieder aufgegriffen. Im unausgebauten Zustand, welcher keine Bedeichung, viele Krümmungen und unzureichenden Abmessungen enthält, war die Jeetzel nicht in der Lage das Wasser abzuleiten.Seit dem 18. Jahrhundert bemüht man sich den Abfluss der Jeetzel zu verbessern, aber dies wurde erst durch die Jeetzelregulierung abgeschlossen.
Überlegungen zur Jeetzelregulierung wurden schon im 18.Jahrhundert angestellt, aber erst in den Jahren 1873, 1884 und 1898 durch die jeweiligen Bauräte in „Entwürfen für die Lösung der Jeetzel- Hochwasser“ festgehalten. Danach sollten Hochwasser durch Flussbegradigungen, Durchstiche und Bedeichungen schadlos abgeführt bzw. gesenkt werden. Da aber kein Geld da war, waren alle Bemühungen erfolglos gewesen. Erst durch Baurat Krüger im Jahre 1901 unter dem Titel „Plan für die Regelung der Jeetzel in den Kreisen Lüchow und Dannenberg“ wurden die Pläne wieder aufgenommen. Der Staat gewährte die nötigen Finanzen für dieses Projekt und es wurde die „Wassergenossenschaft der Jeetzelniederung zu Lüchow“ gegründet. Im Jahre 1913 wurde das „Kleine Projekt“ fertiggestellt, somit konnte die Jeetzel Eigenhochwasser mit bis zu 6,5l/s pro Quadratkilometer ableiten. Als Notstandsarbeit wurde nach dem 1.Weltkrieg das „Große Projekt“ in Angriff genommen. Es wurde nach weiteren Finanzproblemen aber erst im Jahre 1929 fertiggestellt. Mit dem Einbau von 275 Buhnen in den Jahren 1934 und 1936 gelang der Schlussausbau. Eine Buhne ist ein im rechten Winkel zum Flussverlauf errichtetes Bauwerk, das der Regulierung der Wasserfließgeschwindigkeit dient.Trotz langer Bauzeiten waren alle Maßnahmen nur „unfertige Lösungen“, da die Jeetzel durch fehlende Deiche noch nicht hochwasserfrei war. Nach dem 2. Weltkrieg beantragte der Kreistag weitere Maßnahmen, deren Ziel es waren, Überflutungen der Niederungen durch das Elbehochwasser, das der Jeetzel und anderen Nebengewässern zu verhindern. Außerdem sollte genügend Vorflut für die gesamte Niederung unabhängig von den Wasserständen in der Elbe und der Jeetzel geschaffen werden. Dieses Projekt wurde im Jahre 1951 von der Landesregierung beschlossen. Im gleichen Jahr begannen die Entwässerungsarbeiten. Der Jeetzelausbau fand von Dannenberg bis zur Landesgrenze statt, selbst diese Maßnahme hatte große Folgen, da Ausbauten Lüchows und Dannenbergs nötig waren. Die geschaffene Neue Jeetzel war von Lüchow bis Dannenberg beiderseits bedeicht, womit ein schadloser Hochwasserabfluss der Jeetzel und Zuflüssen durch Flügeldeiche garantiert war. Nun konnte das Elbehochwasser nur noch offene Niederungen zwischen Dannenberg und Hitzacker fluten. Die Alte Jeetzel war Hauptvorfluter für die Jeetzelniederungen. Durch die Ausbauten konnte auch der Lüchower Landgraben mehr Wasser aufnehmen. Zum Schluss wurden in die Jeetzel 4 Wehre eingesetzt, welche einen optimalen Wasserstand gewährleisteten. Somit war die Schifffahrt auf der Jeetzel fortan nicht mehr möglich. Die gesamten Bauarbeiten wurden 1973 abgeschlossen, die Kosten betragen ca. 39 Millionen DM.
Fragen
g) Wie viele Buhnen wurden in den Jahren 1934/36 eingebaut?
h) Wie viele Wehre wurden in der Jeetzel eingesetzt?
i) Die Drawehner Jeetzel hat zum Teil noch heute ihr ehemaliges Flussbett. Der Wasserzufluss wird an der angegebenen Koordinaten durch ein Wehr geregelt. Welche 6-stellige Zahl ist in das Blech an dem Wehrgeländer eingestanzt?

- Lüchower Hafen
Jeetzel-Schifffahrt
Autoren: Saskia, Finn, Jana, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten: E 52° 58.006’ E 011° 09.245’
Über der Drawehner Jeetzel gibt es einen romantisch, freischwebenden Steg. Über diesen gelangt man von der Lange Straße zu einer weiteren Brücke an der Junkerstraße. Hier lag –heute kaum vorstellbar für uns- der Lüchower Hafen. Bis ins 19. Jahrhundert war die Jeetzel von Salzwedel bis Hitzacker schiffbar. Von dort aus waren auf kleinen Segelkähnen Massenerzeugnisse des Wendlands bis hin nach Hamburg zur Vermarktung verschifft worden. Im 19. Jahrhundertgab es am Hafen einen mehr oder weniger regelmäßigen Marktverkehr. Dort wurden unter anderem Braunkohle, Petroleum und Heringstonnen gelöscht. Eine Fahrt hatte mehrere tausend Kilo Last. Nach Lüchow gelangten als Rückfracht Hamburger „Importe“. „In den 70er und 80er Jahren des 19. Jhs. fuhren schwer beladene Kähne die Jeetzel rauf und runter und durchschleusten die Mühlenjeetzel in Lüchow .“ Auf der Jeetzel gab es eine Insel, mit einer Gaststätte und einer Mühle, wo die Gastwirte selbstgebrauten Schiffergrock servierten. Manchmal brachten die Schiffer selbst eine Flasche Jamaika - Rum mit. In den besten Jeetzelschifffahrt - Jahren (1863) wurden auf der Jeetzel von Hamburg nach Lüchow 66394 Zentner Waren aller Art angeliefert. Aus Lüchow wurden 41463 Zentner verschifft. Die Schifffahrt für Getreide von Lüchow nach Hamburg kostete 3 Groschen, jedoch war auch Bahnverkehr vorhanden, dieser war aber teurer. Da die Jeetzel im Laufe der Jahre immer mehr versandete trat ein Mangel an Wasser ein. Die meisten Schiffer mussten nun mit halber- oder drittel Last fahren. Da zwischen Salzwedel und Lüchow eine Bahnlinie eröffnet wurde, stellte sich die Schifffahrt fast ganz ein.Vor 110 Jahren segelte der letzte Jeetzelkahn von Hitzacker nach Salzwedel und brachte Farben aus Hamburg für die Fachmalerei Friedrich Gerlach.
Fragen:
j) Welche Jahreszahl steht an der Brücke?
k) Was kostete eine Schifffahrt von Hamburg nach Lüchow?
l) Welches Jahr war eines der besten der Jeetzelschiffahrt?

- Schloss zu Lüchow
Amtsturm
Autoren: Anton, Hendrik, Nele, Yvan, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten: N 52°57.960 E 011°09.320
Am 24.4.1811 fand in Lüchow ein großer Brand statt, „bei dem in wenigen Stunden mehr als die Hälfte der Stadt zerstört wurde.“ Es entstand ein Versicherungsschaden von 256000 Talern. Das entspricht einem damaligen Jahreseinkommen von 25600 Arbeitern. Schon 1 Jahr später war die Stadt fast völlig wiederaufgebaut. U.a. wurde der Großteil des Schlosses zerstört, das eine Fläche von 4ha einnahm. Verschont wurden die Kirche, das heute älteste Gebäude Lüchows, die Lateinschule, 2 Mühlenhäuser, 1 Speicher, 193 Wohnhäuser, 89 Hintergebäude, 116 Vieh- und Pferdeställe mit hunderten von Kühen, Pferden, Schafen, Ziegen, Schweinen und der 24m hohe, fünfgeschossige Hausmannsturm (heute als Amtsturm bekannt). An der breitesten Stelle ist die Mauer 3,5m dick. Außerdem hatte der Turmaufsatz, als er noch erhalten war, einen Durchmesser von 5,7m und eine Höhe von 12m. An der Außenwand sind Haken befestigt, an die bei Angriffen Tierhäute gehängt wurden, damit die Kraft der Geschosse abgedämpft wurde. Es gab nur eine einzige Situation in der das Schloss belagert wurde.
Sein Museum wurde 1930 gegründet und war das erste im Landkreis. Heute ist er als Amtsturm bekannt und wird als Museum und Aussichtsturm genutzt. Auf allen 5 Ebenen findet sich heute Wissenswertes zur Geschichte Lüchows. Im Erdgeschoss werden einem die slawischen Anfänge Lüchows um 1000 n. Chr. näher gebracht. Der 1. Stock beschäftigt sich mit dem mittelalterlichen Lüchow, als es noch von dem Grafen von Lüchow regiert wurde. Das Thema im 2. Stock ist das Leben in Lüchow im 16. und 17. Jahrhundert. In den 3. Stock konnte man früher nur durch ein Nebengebäude gelangen. Im 4. Stock –also in der Turmspitze- erfährt man etwas über den Brand von 1811.
Früher dienten der 2. und 3. Stock als Wohnräume. Die Burg gehörte dem Grafen von Lüchow bis es 1320 in den Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg übergingen. Im 15. Jahrhundert ließ Anna von Nassau-Dillenburg die Burg zum Schloss ausbauen, um es als Witwensitz zu nutzen und dabei ließ sie auch den Amtsturm errichten. Die Bauart brachte sie aus dem Mittelrheingebiet mit. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein Gutachten über den baulichen Zustand des Schlosses gehalten, denn die Mängel wurden immer deutlicher. Bei aufwendigen Ausgrabungen Mitte der 1980er Jahre im Amtsgarten wurde ein ehemals zum Schloss gehörender Entsorgungstunnel freigelegt und restauriert.
Fragen:
m) An welchem Tag und in welchem Monat brach der Brand in Lüchow im Jahre 1811 aus?
n) Wie viele Ausstellungsebenen hat der Amtsturm? (Vorsicht! Nicht die Anzahl der Stockwerke)
o) Wie viele Haken zum Aufhängen der Tierhäute für die Abdämpfung von Geschossen schauen noch heute aus der Turmwand?

- Leinenhandel am Lüchower Marktplatz
Das Lüchower Leinengewerbe
Autoren: Christoph Hartmann, Hans Böttger, Cara Neumann, Klasse 8a des Gymnasiums Lüchow, Februar 2011
Koordinaten: N 52° 58.038 E 011° 09.341
Das Lüchower Leinengewerbe wurde erstmals im 14. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Im Jahre 1790 wurden in Wustrow, Lüchow und Bergen a. d. D. die ersten und einzigen Leinwandschauanstalten der gesamten Lüneburger Heide errichtet. Die Leinenweber waren nie an große Verträge zu einzelnen Abnehmern gebunden, sondern waren immer auf sich alleine gestellt und verkauften daher nie wirklich regelmäßig. Deshalb liefen sie die ganze Zeit große Gefahr, in Insolvenz zu geraten. Beauftragt wurden meist nur hauptberufliche und vor allem städtische Leinenweber. Dies verlor gegen Anfang des 18. Jahrhunderts im gesamten Wendland, ausgenommen von Bergen a.d.D. immer mehr an Bedeutung. Der Export der Leinen aus dem heutigen Landkreis Lüchow-Dannenberg hielt sich immer in Grenzen. Flachs und Garn wurden hier nur zu der lokalen Verarbeitung verkauft. Im 19. Jahrhundert waren die Lüchower Hausmacherleinen mit die beliebtesten und besten Leinen aus dem gesamten Hannoverschen Raum. Außer den Lüchower Hausmacherleinen genossen auch die von hier stammenden Bauernleinen einen sehr guten Ruf. Die Produktion der Leinenprodukte nahm während der ersten großen Preiskrise des 19. Jahrhunderts zwischen 1810 und 1815 zwar um 10% ab, doch in anderen Gebieten wurden noch dramatischere Ausmaße beklagt. Im Jahr 1865 erreichte das Lüchower Leinengewerbe seinen Höchststand mit einer Jahresproduktion von 260.000 Talern erst relativ spät, nämlich 75 Jahre nach der Einrichtung der Leggen im Wendland. Ab dem Jahre 1880 nahm die häusliche Leinenweberei stark ab, jedoch nicht so drastisch wie sonst im Hannoverschen Durchschnitt, da nun die Industrialisierung auch auf das Wendland übergriff.
Fragen:
p) In welchem Jahr erreichte das Lüchower Leinengewerbe seinen Höchststand?
q) Wie viele Ortsnamen stehen auf dem Bronzeleinen der Brunnenplastik?
r) In welchem Jahrhundert wurde das Lüchower Leinengewerbe erstmals schriftlich erwähnt?
Die Informationen zu den einzelnen Stationen haben sich die Schüler der Klasse 8a im September 2010 erarbeitet unter zu Hilfenahme verschiedener Quellen, die hier sicherlich nicht vollständig aufgelistet sind. Ich bitte dies zu entschuldigen. Sollten Ergänzungen nötig sein, dann mailen Sie diese bitte an: ibilu@web.de
Wolfgang Jürries, Berndt Wachter, Wendland Lexikon Band 1 und 2
Dr. Karl Kowalewski, Geschichte Lüchows
E.Köhring, Chronik der Stadt Lüchow,
Erich Kulke, Damals – Im Hannoverschen Wendland; Lüchow, 1990
Informationsblatt des Amtsturmmuseums
Kulow, Burghard, Lüchow (Wendland) Die 50er und 60er Jahre - Deutschland im Aufbruch, Horb am Neckar 2006 s.26-27
Ausstellung 99 Jahre Eisenbahn Lüchow-Dannenberg, Museum Wustrow 2010
http://www.burgeninventar.de, September, 2010
http://www.amtsturm.de, September, 2010
www.wasserverband-dan.de/
Ermitteln der Endkoordinaten
Die Fragen sind so gewählt, dass die richtigen Antworten sich zum einen aus den Textinformationen ermitteln lassen, zum anderen muss man aber die Stationen anlaufen, um die Fragen lösen zu können. Wenn alle Fragen richtig beantwortet sind, hat man die Chance, die Koordinaten für den Endpunkt zu ermitteln.
Viel Spaß und viel Erfolg
Wasserversorgung: Koordinaten N 52° 58.081 E 011°09.897
a) Wann wurde das Lüchower Wasserwerk eröffnet?
b) Wie viele blaue Steine befinden sich über der Jahreszahl?
c) In welchem Jahr wurde die Turmkopferneuerung fertiggestellt?
Eisenbahnverkehr: Koordinaten N 52° 57.960’ E 011° 09.978’
d) Wie viele Handabdrücke befinden sich neben dem großem Bild an der vorderen Außenwand?
e) Wie oft am Tag beförderte die Kleinbahn von Lüchow nach Schmarsau Schüler und Berufstätige?
f) Wann wurde Lüchow an das Eisenbahnnetz angeschlossen?
Jeetzelregulierung: Koordinaten N 52° 57.771’ E 011°09.454'
g) Wie viele Buhnen wurden wurden in den Jahren 1934/36 eingebaut?
h) Wie viele Wehre wurden in die Jeetzel eingesetzt?
i) Die Drawehner Jeetzel hat noch heute ihr ehemaliges Flussbett. Der Wasserzufluss wird durch ein Wehr geregelt. Welche Zahl ist in das Blech an dem Wehrgeländer eingestanzt?
Jeetzelschiffahrt:Koordinaten N 52° 58.006’ E 011° 09.245’
j) 1: Welche Jahreszahl steht an der Brücke?
k) 2: Was kostete eine Schifffahrt von Hamburg nach Lüchow?
l) 3: Welches Jahr war eines der besten der Jeetzelschiffahrt?
Amtsturm: Koordinaten N 52° 57.960' E 011°09.320'
m) An welchem Tag und in welchem Monat brach der Brand in Lüchow im Jahre 1811 aus?
n) Wie viele Ausstellungsebenen hat der Amtsturm? (Achtung! Nicht Stockwerke!)
o) Wie viele Haken zum Aufhängen der Tierhäute für die Abdämpfung von Geschossen schauen noch heute aus der Turmwand?
Leinengewerbe: Koordinaten N 52° 58.038' E 011° 09.341'
p) In welchem Jahr erreichte das Lüchower Leinengewerbe seinen Höchststand?
q) Wie viele Ortsnamen stehen auf dem Bronzeleinen der Brunnenplastik?
r) In welchem Jahrhundert wurde das Lüchower Leinengewerbe erstmals schriftlich erwähnt?
Herzlichen Glückwunsch und unsere uneingeschränkte Hochachtung, wenn es dir/euch gelungen ist, alle Fragen zu beantworten. Ob deine/eure Antworten richtig sind, kannst du/könnt ihr überprüfen, wenn es dir/euch jetzt noch gelingt den Endpunkt zu finden.
Dazu brauchst du/braucht ihr noch die Koordinaten:
North 52° AB.CDE' East 011° FG.HIJ'
Ersetze die Buchstaben durch die richtigen Zahlen und du erhältst die Koordinaten des Endpunktes
AB= Quersumme Antwort c) plus Quersumme Antwort i) plus Antwort r)
C= Quersumme der Antwort m) minus Quersumme der Antwort q)
D= Antwort b) minus n)
E= Antwort g) geteilt durch Antwort d) minus 2
FG= Die letzten beiden Ziffern der Antwort auf die Frage a)
H= Quersumme der Antwort f) geteilt durch k)
I= Quersumme der Antwort m) minus Quersumme o) – h)
J= Quersumme der Antwort j) plus Quersumme Antwort p) geteilt durch Antwort n)
Richtige Lösung:
North 52° _ _._ _ _' East 011° _ _._ _ _'
Vollständiger Text noch einmal als pdf.
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