Austausch Gymnasium Lüchow – Newberg High School

Seit 1984 besteht die Verbindung zur Newberg High School in Newberg/Oregon, so daß wir bereits das 20-jährige Bestehen dieser Schulpartnerschaft begehen konnten. (Bild 1) Begonnen hat die Geschichte dieses Austauschs einst mit dem Interesse einer einzelnen Schülerin und dem Tätigwerden des inzwischen pensioniertenb Englischkollegen Höhne. Durch Mithilfe von GAPP (German American Partnership Program) wurde nach einigen Widrigkeiten schließlich der Kontakt zu Nancy Owens hergestellt, die seitdem treue und verläßliche Partnerin auf amerikanischer Seite ist. Nach mehreren von Herrn Höhne geleiteten Austauschfahrten ist die Fachgruppe inzwischen zu einem System der Rotation bei der Betreuung des Austauschs übergegangen; d.h. bei jeder neuen Austauschgruppe tritt ein neuer Kollege einem bereits erfahrenen (schon einmal gereisten) zur Seite.


Organisation des Austauschs

Beide Austauschfahrten finden im selben Schuljahr, aber in unterschiedlichen Kalenderjahren statt. D.h. alle zwei Jahre im September/Oktober (vor den Herbstferien) reist eine Lüchower Gruppe nach Newberg. In den dazwischenliegenden Jahren im Sommer (vor den großen Ferien) kommt die amerikanische Gruppe nach Lüchow.
Eine Austauschfahrt dauert vier Wochen.
In Lüchow und Newberg werden die Schüler in Gastfamilien untergebracht – in der Regel nimmt jeder deutsche Schüler seinen amerikanischen Partner auf, in dessen Familie er in Newberg gelebt hat.
Es fahren jeweils 15 Lüchower Schüler mit, begleitet von zwei Lehrern.
Die Austauschfahrt kostet zur Zeit ca 1300.- Euro. Damit werden die Kosten für Hin- und Rückflug sowie einen ca. einwöchigen Field Trip in den USA beglichen. Außerdem werden von diesem Geld Aktivitäten während des Gegenbesuchs in Deutschland finanziert, wie z.B. zwei Tagesausflüge mit den Amerikanern und die Welcome und Farewell Parties. Bisher hat GAPP unsere Fahrten immer bezuschußt. (Bild 2)
Ausgeschrieben wird die Austauschfahrt in der Regel alle zwei Jahre nach den Osterferien.
Bewerben können sich Schüler der Jahrgänge 9 und 10, die dann bei Antritt der Fahrt in den Klassenstufen 10 und 11 sind.
Die Ausschreibung für den nächsten Austausch wird zu Beginn des zweiten Halbjahres im Schuljahr 2011/12 erfolgen. 

 

Erfahrungsbericht

 

http://www.newberg.k12.or.us

Amerika Austausch 2010

Newberg: wir kommen an

Als wir auch diese Kontrolle hinter uns gebracht hatten, mussten wir lediglich noch unsere Koffer finden und mit dem Flughafenbus ans Ankunftsterminal fahren, wo wir schon von unseren Gastfamilien erwartet wurden.  Alle hatten sich viel Mühe gegeben und Willkommen-Schilder mit den Namen der deutschen Schüler gebastelt.  Wir wurden sehr freundlich begrüßt und jeder bekam einen Beutel mit Süßigkeiten, Kugelschreibern, Newberg-Ansteckern, Karten und Gutscheinen. Ich wurde von meiner Gastfamilie herzlich aufgenommen. Ohne zu warten, ging es im Laufschritt zum Auto.

 

Der erste Tag

 

Heute war der erste Tag an der Schule hier in Newberg. Ich bin um 5.50 Uhr aufgestanden. Wir mussten uns etwas beeilen, da um 6.50 Uhr meine Freunde vor der Tür standen, um mit uns zur Bushaltestelle zu gehen, weil sie den Weg nicht kannten. Als wir dann da waren, war noch etwas Zeit, bis die erste Stunde anfing. In der ersten Stunde waren wir alle 15 GAPP-Schüler aus Deutschland in der Deutschklasse und haben uns den Unterricht angeschaut.

Nach dieser Stunde war „Advisory“ und anschließend hatten wir ein Treffen in der 2.Stunde, um Informationen zu bekommen und natürlich auch um unsere ersten Erfahrungen vom Wochenende  auszutauschen. Danach war ich noch im Chemie- und Englischunterricht. Schulschluss war dann um 2.33 Uhr, und ich bin mit dem Bus nach Hause gefahren. Alles in allem war der erste Tag an der Newberg High School sehr interessant, denn ich konnte mehr verstehen, als ich gedacht hätte.

Abends ist meine Gastfamilie mit mir in einem Restaurant in der Nähe essen gegangen. Das war ein schöner Abend und ich musste viel über Deutschland erzählen. Als wir wieder zurück im Haus waren, war ich sehr müde und bin deswegen gegen 9 Uhr zu Bett gegangen.   

Der 2. Schultag begann mit einem Gruppentreffen in der 1. Unterrichtsperiode, welches sowohl mit den deutschen Austauschschülern und deren Lehrern als auch der an der Newberg High School tätigen Deutschlehrerin, die den Austausch von amerikanischer Seite organisiert, stattfand.

Nach dem Advisory-Treffen fand in der 2. Unterrichtsperiode dann der Kunstunterricht statt. Dabei begleitete ich meinen Austauschschüler gern. Der Kunstlehrer gefiel mir persönlich sehr gut. Er war mir sehr sympathisch, weil es sich bei ihm um einen dynamischen Lehrer handelt, der ein enges Verhältnis mit seinen Schülern hat und jederzeit auf Fragen der Schüler eingeht. Nebenbei lief Musik, welche hervorragend zum Unterricht passte.

In der 3. Unterrichtsperiode nahm ich am Chemieunterricht teil. Dieser Unterricht gefiel mir ebenfalls sehr gut, da er sowohl theoretische als auch praktische Elemente besaß.

In der 4. und letzten Unterrichtsperiode nahm ich dann am Fach „Decision in Dollars“ teil. Dabei handelt es sich um ein Fach mit wirtschaftlichem Schwerpunkt.

Sport ...

Wir saßen im Schulgang und genossen unser Mittagessen. Danach war ich noch eine Stunde im Deutschunterricht. Nach der Schule habe ich beim Fußballtraining mitgemacht. Ich stellte fest, dass man den amerikanischen Fußball nicht mit deutschen Fußball vergleichen kann. Nach dem Training wurden wir abgeholt. Zum Abendbrot gab es zwei verschiedene Pizzen.

 

Nachdem ich mit meinem Austauschschüler mit dem Bus nach Hause gefahren war, spielten wir den ganzen Nachmittag über Basketball, ehe wir abends mit der ganzen Familie zu der von der Schule organisierten Welcome-Party fuhren.

Dort waren alle Austauschschüler mit ihren Gastfamilien versammelt. Es wurden Reden gehalten, sowohl von den Deutschen als auch von den Amerikanern, es gab ein Buffet mit typisch amerikanischen Spezialitäten und wir lachten in der Gruppe viel.

 

 

Reisetagebuch vom 3.10.2010

 

Heute ist unser erster „Fieldtrip-Tag“ und wir fahren ins Indianer-Reservat  „Kah-Nee-Ta“. Wir mussten recht früh aufstehen, da unsere Koffer noch zu packen waren. Nach einer schnellen Dusche und kurzem, aber wie immer gutem Frühstück fingen wir an, unsere Sachen für die Reise zusammenzusuchen und noch einige Sachen zu waschen. Wir packten unsere Koffer, und, wie immer auf den „letzten Drücker“, fuhren wir zur Schule und bepackten die zwei Vans mit unserem Gepäck. Wir fuhren gegen halb elf los und hatten eine entspannte Fahrt. Wir genossen den wunderbaren Blick auf „Mount Hood“ und bewunderten die riesigen Felsen, Berge und Schluchten.  Als wir „bei den Indianern“ ankommen waren, waren wir sehr erstaunt über die urbane und eher wenig „indianische“ Gestaltung des Reservats. Es gab einen Pool, Rutschen, Whirlpools, einen Golfplatz, einen Minigolf-Platz, ein Casino, Restaurants und vieles mehr. Nachdem wir unsere „Unterbringung“ bezogen hatten, stürzten wir uns auf den Poolbereich und stellten fest, dass das Wasser unangenehm warm war. Wir benutzten illegaler-, weil nicht bezahlterweise die Rutschen und badeten im Whirlpool, wo wir zwei sehr nette alte Herren, die deutsch sprechen konnten, trafen und uns mit ihnen unterhielten.  Anschließend gingen wir alle gemeinsam Minigolfen. Kurz darauf entschlossen wir uns, Abendessen zu gehen und fuhren einige Meilen zum Casino, wo es auch ein Hotel mit Restaurant gab. Wir  trafen dort ein, kurz bevor die Sonne unterhing, somit konnten wir, dank des phänomenalen Ausblickes, der alle begeisterte, die Sonne hinter den Bergen verschwinden sehen. Kurz darauf kam unser Essen, welches sehr günstig und erstaunlich gut war, auch die Kellner  waren freundlich und hilfsbereit.

Obwohl es im Indianer-Reservat  „Kah-Nee-Ta“ auch bequeme Apartments bzw. „Lodges“ gab, schliefen wir in drei Tipis mit hartem, eiskalten Betonboden.  Die Mehrheit unserer Gruppe, inklusive Lehrern, hatte sich gegen das Beheizen der Tipis entschieden, was wir schon kurze Zeit später bereuten, als es bitterkalt wurde. Das Einschlafen fiel erst schwer,  funktionierte nach dem anstrengenden Reisetag aber dennoch.

Tagebuch vom 05.10.10

 

Heute morgen bin ich um 6.45 Uhr von einem Wecker eines Zimmergenossen in einem kleinen Dorf in der Nähe des „Crater Lake“ aufgewacht. Wir hatten dort 2 Häuser: eins für die Jungen, eins für die Mädchen.

Am Crater Lake haben wir dann zweimal angehalten, um die Aussicht zu genießen und um Fotos zu machen. Es war jedoch ziemlich kalt und der Wind war eisig, weswegen wir dann auch bald wieder weitergefahren sind. Danach hatten wir nur noch eine Pause in Eugene, um etwas zu essen, bevor wir in Florence ankamen , wo wir übernachteten. Es gab dort einen Pool, und das bedeutete, dass wir alle erst einmal unsere Badesachen angezogen haben und schwimmen gegangen sind. Danach sind wir dann an den Strand des Pazifik gefahren und haben unsere Füße im kalten Wasser gebadet. Anschließend war uns aber ziemlich kalt, und so sind wir fast alle noch einmal in den warmen Pool gegangen. Nach diesem Bad haben wir uns etwas zu essen im Ort gekauft. Der Abend wurde hauptsächlich mit Fernsehen, Reden und am Laptop Chatten verbracht.

Am Mittwoch, dem 4. Tag unseres Field-Trips

brachen wir früh morgens in Florence am Pazifik auf. Nach weiteren Stunden Fahrt hielten wir dann an einem anderen Strand, der typisch für die „Oregon Coast“ war. Ein traumhaft weiter Sandstrand, der von uns unbedingt fotografisch festgehalten werden musste. Die meisten von uns wagten sich sogar in das eiskalte Wasser des Pazifik, um einen weiteren unglaublichen Moment dieses Trips zu erleben. Dann setzten wir die Fahrt nach Astoria fort. Dort angekommen, brachten wir unsere Sachen ins Hotel und erkundeten in der Gruppe die Stadt, die besonders durch die Lage am Meer, mit dem Hafen, geprägt war. Unser Hotel war direkt am Columbia River, der hier in den Pazifischen Ozean mündet.

Liebes Reisetagebuch,

heute am 8.10.2010 mussten wir um 7:00 Uhr aufstehen, um zu duschen und zu frühstücken. Zum Frühstück gab es eine Auswahl von Müsli, Toast, Aufstrich und Obst. Um 9:30 Uhr sind wir dann losgegangen. Nach einem kurzem Fußmarsch sind wir an der Space Needle angekommen. Die Space Needle ist 185 m hoch und die Aussichtsplattform liegt auf 150 m. In einem Souvenirshop wurden dann noch ordentlich Geschenke für die Familie eingekauft. Danach sind wir in das „Music – Museum“ und in das „Science – Fiction – Museum“ gegangen. Dort waren viele berühmte Figuren wie die „Turtles“ oder Jimi Hendrix. In dem „Music – Museum“ konnte man in einigen separaten Räumen Instrumente ausprobieren und in einer Band spielen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Danach hatten wir Freizeit. Ich bin in die Stadt gegangen. Von der Space Needle aus sind wir mit der Monorail in die Stadt gefahren. Dort sind wir in eine Mall gegangen. In dem obersten Stockwerk konnte man Essen aus vielen Ländern genießen. Wir haben uns chinesisches Essen gekauft. Beim Essen haben wir unsere Karte studiert und festgestellt, dass wir noch gar nicht auf dem höchsten Gebäude Seattles gewesen sind. Nach 10 Minuten Fußmarsch erreichten wir den „Columbia Tower“. Der Tower ist 319 m hoch und hat 76 Stockwerke. Von dort oben hatten wir einen tollen Ausblick und haben viele gute Fotos gemacht. Langsam taten uns aber die Füße weh. Im Hostel  haben wir uns sofort unsere Badehosen angezogen und sind in den Whirlpool gegangen. Wir haben uns schön ausgeruht und die Wärme genossen. Abends sind wir dann noch ins „Dicks“ gegangen. Es gab Pizza, Burger, Nudeln, usw. Wir saßen als Gruppe noch zusammen und um 11 Uhr sind wir dann ins Bett gegangen.

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