Frankreichaustausch 2016

Am Mittwoch, den 8. März versammelten wir uns um 10:40 Uhr vor dem Bahnhof Salzwedel. Ursprünglich sollte unsere Reise dort mit dem Zug beginnen. Durch Bauarbeiten auf der Bahn-strecke mussten wir jedoch auf einen Bus umsteigen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, kamen wir jedoch endlich in Berlin an, von wo wir nach Barcelona geflogen sind. Der erste Eindruck dieser großen Stadt war überwältigend. Überall sah man Wände aus verspiegeltem Glas, Hochhäuser und Palmen. Wieder mit einem Bus wurden wir dann zu der Schule von unseren Austauschpartnern in Céret gebracht. Da wir unsere `correspondants` während der Woche bei uns schon kennengelernt hatten, verlief der Empfang relativ zügig. So ging unser 1. Tag auch schon vorüber.

In der folgenden Woche erlebten wir sehr viel.
Einen Tag waren wir in Carcassonne. Das Ist eine kleine Stadt die ca. 70 km von Perpignan entfernt ist. In Carcassonne haben wir die Festung besichtigt und die dazu gehörigen kleinen Läden. Die Cité de Carcassonne (die Festung) gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Perpignan haben wir auch besucht und dort eine Stadtführung gemacht. Zudem durften wir eine Führung durch die " Byrrh-Brauerei" mitmachen. Das Wochenende wurde in den Familien individuell gestaltet. Genauso interessant wie die Unternehmungen selbst, waren manchmal auch die Busfahrten aufgrund der atemberaubenden Landschaft.

Selbstverständlich waren wir auch in dem Lycée in Céret. Die Jugendlichen dort haben sehr langen und anstrengenden Unterricht (manchmal bis 18:00). Die Lehrer kommen nicht zu den Schülern, sondern die Schüler zu den Lehrern, wodurch oft ein riesiges, geordnetes, aber für uns verwirrendes Chaos entstanden ist. Auch das Benotungssystem ist anders. Statt der gewohnten 1-6 gibt es dort Punkte von 0-20, wobei 20 das Beste ist.

Auch das Essen ist relativ anders. Jedoch lässt sich der Unterschied dabei nicht genau erklären. Man muss es selbst probiert haben. Was man jedoch sagen kann ist, dass es in Frankreich kein herzhaftes Frühstück gibt und dass Lebensmittel dort vergleichsweise ziemlich teuer sind.

Auf der Heimreise waren wir alle ziemlich geschafft und haben gemerkt, wie anstrengend die Reise eigentlich war.

Der Austausch war auf jeden Fall eine schöne Erfahrung, die uns viele Erinnerungen mitgegeben hat.

Au revoir

Au revoir l’Allemagne et Salut la belle France

„ Allez, allez!“, „ Auf geht‘s!“ - Am Donnerstag dem 23. Januar 2014 machten wir, 13 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10, in Begleitung der Lehrkräfte Frau Junghans und Frau Schwanitz, uns auf, die langersehnte Reise nach Frankreich zu beginnen.

Mit dem Zug fuhren wir nach Berlin und von dort weiter mit dem Flugzeug nach Barcelona, bis wir am Abend endlich in Céret angekommen waren. Selbst die Erschöpfung von der langen Anreise konnte unsere Vorfreude nicht hemmen und so wappneten wir uns für die erste Begegnung mit unseren Austauschpartnern. Beim Aussteigen aus dem Bus wurden wir sofort mit herzlichem „Bonjour “ und „Salut“- Küsschen begrüßt. Auch wenn wir uns anfangs erst einmal an die anders als im Französischunterricht gesprochene Sprache gewöhnen mussten und infolgedessen so manche Situation mit einem einfachen „Oui“ und Kopfnicken zu lösen versuchten, fiel es uns mit der Zeit immer leichter, die Eigenheiten des Französischen zu verstehen sowie auch selber zu sprechen.

Unsere Gastfamilien nahmen uns freundlich auf und kümmerten sich rührend um uns, um uns einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen.

So nahm das Abenteuer schließlich seinen Lauf. Es wartete ein tolles Programm auf uns: Neben zwei Tagen am Lycée, an denen wir einen Einblick in den französischen Schulalltag erlangten, waren weitere Ausflüge geplant, u. a. nach Perpignan und Barcelona sowie auch Besichtigungen der Stadt Céret selbst. Das Wochenende, vor dem allen zunächst ein wenig bangte, verbrachten wir jeweils in unseren Gastfamilien und genossen die warme französische Brise (zwischen  15- 20 Grad) in der Montagne oder am Meer.

Leider verstrich die Zeit in Frankreich wie im Flug und somit traten wir am 30. Januar, mit voll von Souvenirs bepackten Koffern und vielen neuen Erfahrungen, wieder die Rückreise nach Deutschland an. Wir freuen uns darauf, wenn unsere französischen Austauschpartner bald zu uns kommen und wünschen ihnen eine genauso schön.

Von Emily Helmcke und Hannah Scharping

Fahrt nach Céret 2012

Nachdem die französischen SchülerInnen schon im Februar hier bei uns zu Besuch waren, freuten wir uns nun sehr darauf, Céret und den französischen Alltag kennenzulernen. Am Donnerstagabend kamen wir bei unseren GastschülerInnen an und wurden von ihnen vor der Schule abgeholt. Den Abend ließen wir entspannt in den Familien ausklingen und aßen zum ersten Mal mit unserer französischen Gastfamilie, was uns deutlich machte, dass die Gewohnheiten und Sitten in anderen Ländern anders sind, was uns aber auch gefiel.
Am nächsten Tag gingen wir mit unseren GastschülerInnen in die Schule, die sich von der in Deutschland unterscheidet, aber auch ihre Vorteile hat. Wir lernten sowohl den Unterricht als auch die Freunde unserer PartnerInnen kennen. Am Nachmittag besuchten wir das ?Musée d'art moderne Céret?, ein sehr beeindruckendes Museum moderner Kunst und konnten das Hörverstehen der französischen Sprache üben, da die Führung auf Französisch war. Dabei stellten wir fest, dass wir gar nicht so schlecht wie gedacht sind, da wir doch alles gut verstehen konnten. Danach wurden wir noch im Rathaus vom Bürgermeister persönlich begrüßt, es wurden Fotos gemacht und es gab einen liebevoll zubereiteten Empfang für alle. Den Abend ließen wir in den Familien ruhig zu Ende gehen.
Am Wochenende hatten die Familien Unternehmungen mit uns geplant und wir hatten Glück, da an diesem Wochenende auch Karneval in Céret war und wir uns abends fast alle auf dem Karnevalsball wiedergetroffen hatten und von unserem Tag berichten konnten.
Am Sonntag haben viele von uns einen Ausflug ans Meer gemacht, zum Baden war es allerdings noch etwas zu kalt.
Die neue Woche begann dann mit einem Tagesausflug nach Carcassonne mit einem Zwischenstopp in Narbonne, wo wir die Kathedrale besichtigten. In Carcassonne haben wir den Tag in der ehemaligen Festungsstadt verbracht, wo wir nach einiger Freizeit, die wir überwiegend in den Souvenirshops verbrachten, eine Führung bekamen, welche sogar auf Deutsch stattfand.
Am nächsten Tag unternahmen wir etwas ohne unsere AustauschpartnerInnen, da diese am Unterricht teilnehmen mussten. Wir fuhren mit dem Bus nach Perpignan, wo wir das Schloss der Könige von Mallorca besichtigten und danach jede Menge Zeit hatten, in den vielen Geschäften zu bummeln und einige Erinnerungsstücke mit nach Hause zu nehmen. Als wir uns am Abend mit unseren AustauschpartnernInnen wiedertrafen, durften wir uns nach einem erlebnisreichen Tag wieder etwas entspannen.
Der Mittwoch war dann leider auch schon der letzte Tag in Céret, an dem wir noch ein letztes mal mit in den Unterricht gegangen sind und den Nachmittag mit Packen verbrachten. Am Abend hatten die französischen AustauschschülerInnen eine kleine Abschiedsparty organisiert, wo wir uns auch schon verabschiedeten, da am nächsten Morgen nicht mehr allzu viel Zeit blieb.
Am Donnerstagmorgen kamen wir mit unseren Koffern im strömenden Regen vor der Schule an, wobei doch einige von uns etwas Angst hatten, die Gepäckbegrenzung zu überschreiten, was aber bei keinem der Fall war. Während unsere Koffer verladen wurden, verabschiedeten wir uns nach einer erlebnisreichen Woche voneinander. Als der Bus losrollte, waren wir zwar sehr traurig, aber wir freuten uns doch auch langsam wieder auf unser eigenes Zimmer. Die Ankündigung, dass wir in Barcelona noch einmal die Haupteinkaufsstraße langlaufen durften, versetzte uns dann aber schon wieder in ziemlich gute Stimmung.
Abschließend kann ich nur sagen: Eine tolle Erfahrung und wenn es euch möglich ist, macht unbedingt einen Austausch, die Zeit war einfach toll und und der Sprache hat die Reise auch gutgetan.
(Lena Wiele)

Bienvenue à Lüchow

Kreisstadt-Gymnasium verabschiedet sich von seinen französischen Gästen aus Céret

rg Lüchow.
Kaum etwas wird in Lüchow so eifrig gepflegt wie die Partnerschaft mit dem südfranzösischen Céret. Es gibt einen eigenen Verein, der sich darum kümmert, man besucht sich gegenseitig, und so manche Freundschaft ist in den zurückliegenden 28 Jahren entstanden und hält bis heute.

Und auch die Gymnasien der beiden Kleinstädte sind eng miteinander verbunden, regelmäßig findet ein Schüleraustausch statt. Der dies-jährige endet heute: 17 junge Französinnen und Franzosen reisen via Berlin und Barcelona zurück. Gestern wurden sie im Lesebad des Lüchower Gymnasiums verabschiedet.

Eine knappe Woche hatten sie bei ihren Gastgebern verbracht, gemeinsam mit ihnen Lüchow erkundet, den Unterricht am Gymnasium kennengelernt, waren nach Hamburg und in die Wendlandtherme nach Gartow gefahren. »Es war sehr schön, spannend und interessant hier in Lüchow», dankten einige französische Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Namen aller ihren Gastgebern für »die herzliche Gastfreundschaft». Lüchows stellvertretender Bürgermeister Dr. Günther Nemetschek, selbst Lehrer am Gymnasium der Kreisstadt, stellte bei der Abschiedsfeier im Lesebad der Schule die Wichtigkeit des deutsch-französischen Austausches heraus. »Die Europä-ische Union begann mit der deutsch-französischen Versöhnung nach dem Krieg, und die heutige Verbundenheit und Freundschaft ist entscheidend für das Bewältigen der derzeitigen Krise», schlug er den großen Bogen zum Weltgeschehen. Doch die Freundschaft und das gemeinsame Vorgehen, das derzeit Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Sarkozy demonstrieren, sei »undenkbar ohne das Verständnis und die Freundschaft der Menschen beider Länder. Und dafür sind Austausche wie jener zwischen Lü-chow und Céret unerlässlich».
(www.ejz.de)

Lüchow-Céret-Austausch 2010

Seit mehr als 20 Jahren ist der Schüleraustausch mit dem Collège Jean Amade in Céret fester Bestandteil des Jahresplanes des Lüchower Gymnasiums. Seit mehr als 20 Jahren fahren Lüchower Schüler in die schöne Stadt in der Nähe der südfranzösischen Mittelmeer-küste und kommen junge Franzosen in die Lüchow-Dannenberger Kreisstadt.
Im April2010 waren wieder 16 Schülerinnen und Schüler aus Südfrankreich in Lüchow - zum Gegenbesuch, denn die Lüchower Neuntklässler waren in der Woche vor den Osterferien ihrerseits in Frankreich.
Das Osterwochenende hatten die 16 jungen Französinnen und Franzosen in ihren Gastfamilien verbracht, berichtet ihre Deutsch-Lehrerin Cristiane Ras-clard. Am Dienstag dann besuchte die Gruppe die deutsche Hauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten inklusive des Reichstages und des Brandenburger Tores. Am Mittwoch, so Rasclard, nahmen die Schüler am Unterricht teil, bevor es am Nachmittag zu einer Stadtführung durch Lüchow ging. Danach haben die Gastschüler Celle und das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen besichtigt, bevor der Besuch dann am Freitag mit einer großen Party endete und die Gäste am Sonnabend die lange Rückreise antraten. Bei einem Empfang im Lesebad des Gymnasiums begrüßte  Schulleiter Dr. Rainer Batholomai die jungen Franzosen. Er wünschte ihnen »eine schöne Woche und viele schöne Erlebnisse». Christiane Rasclard betonte, wie wichtig solche gegenseitigen Besuche seien - auch wenn der diesjährige ihr letzter sei: In den kommenden Jahren werde sie nicht mehr mitfahren, berichtete sie. »Aber es war immer schön.»
(www.ejz.de)

Schulpartnerschaft Lüchow Céret: eine lange Geschichte

Es begann, wie so häufig im Leben, mit einem Zufall. Kommunalpolitiker aus dem Roussillon - einer von ihnen, M. Bordaneil, hatte seinerzeit Kontakt mit dem damaligen Pastor Malitius aus Langendorf und dessen Mandolinenorchester weilten 1981 im Landkreis Lüchow-Dannenberg, um Möglichkeiten von Städtepartnerschaften zu eruieren. Zwei Kollegen des Gymnasiums, Frau Worster-Roßbach und Herr Roßbach, leisteten Übersetzungsdienste und nutzten dabei die Chance, eine Schulpartnerschaft zu begründen. Gestützt und gefördert wurde dieser Beginn und auch die weitere Entwicklung durch die Etablierung der Partnerschaft zwischen den Städten Lüchow und Céret, fixiert im Jahre 1982 in Céret und im Jahre 1983 in Lüchow. Im April 1983 wurden dann unsere ersten Schüler als Gäste des Lycée Déodat de Séverac in Céret empfangen und im Oktober desselben Jahres erfolgte dann für die ersten Cérétans das Abenteuer Wendland.

Der Austausch verlief bis Mitte der 90er Jahre äußerst intensiv, da in jedem Jahr Besuch und Gegenbesuch stattfanden. Als die Belastung für einzelne Kollegen zu groß wurde, verständigten sich die Partner auf einen Zweijahresrhythmus, der bis heute anhält (letzter Austausch 2008). Die Zahl der teilnehmenden deutschen Schüler/-innen schwankte zwischen 31 und 46. Es mögen 650 bis 700 Schüler/innen bis dato von diesem Austausch profitiert haben. Die Unterbringung in Céret wie in Lüchow erfolgte grundsätzlich in Gastfamilien. Die im Jahre 1984 offiziell anerkannte Schulpartnerschaft (appariement) mit dem Lycée wurde im Jahre 1989 durch die Verbindung mit dem dortigen Collège Jean Amade (Sek.I) ausgeweitet, sodass auch jüngere Jahrgänge entsprechende Partner finden konnten. Über all die Jahre haben die jeweiligen Direktoren unseres Gymnasiums und die Verantwortlichen der Stadt Lüchow diesen Austausch vorbehaltlos unterstützt.

Wir können nur hoffen, dass diese bisher so langlebige Partnerschaft noch lange existieren wird, denn unseren Schülern/innen bietet diese jumelage unendliche Vorteile: Motivation für die Sprache, Kennenlernen einer anderen Kultur (das fängt beim Essen an), die Herausforderung, in einem ganz fremden Umfeld sich zu beweisen. Nicht zuletzt werden Toleranz und Offenheit verstärkt und Neugier geweckt. Und außerdem: Céret, le Vallespir und das Roussillon verwöhnen jeden Besucher mit einer reizvollen Landschaft (Mittelmeer, Pyrenäen),einem angenehmen Klima, touristischen Glanzpunkten und einer überaus großen kulturellen Vielfalt.

Aber es gibt auch die eine oder andere Sorgenfalte. Dabei ist weniger an die riesige Entfernung (ca. 1700 km; Flugreisen inzwischen aber erschwinglich) gedacht und auch nicht an die nicht immer leichte Fixierung eines beiden Partnern passenden Termins. Jedoch sind gerade auf der französischen Seite die personellen Alternativen für die Organisation und Betreuung begrenzt und zum anderen gibt es leider auch in Südfrankreich die Negativtendenz, dass immer weniger französische Schüler Deutsch als Fremdsprache wählen.
Es gibt nicht viele Schulen, die über einen so langen Zeitraum eine Partnerschaft aufrechterhalten konnten. Die Fachgruppe Französisch möchte auch weiterhin unseren Schülern/innen dieses Angebot erhalten, damit auch zukünftig unsere dann Ehemaligen sagen können: ... la France, Céret, que c`était beau.

Kesting, 10. Jan. 2009