Nachdem die französischen SchülerInnen schon im Februar hier bei uns zu Besuch waren, freuten wir uns nun sehr darauf, Céret und den französischen Alltag kennenzulernen. Am Donnerstagabend kamen wir bei unseren GastschülerInnen an und wurden von ihnen vor der Schule abgeholt. Den Abend ließen wir entspannt in den Familien ausklingen und aßen zum ersten Mal mit unserer französischen Gastfamilie, was uns deutlich machte, dass die Gewohnheiten und Sitten in anderen Ländern anders sind, was uns aber auch gefiel.
Am nächsten Tag gingen wir mit unseren GastschülerInnen in die Schule, die sich von der in Deutschland unterscheidet, aber auch ihre Vorteile hat. Wir lernten sowohl den Unterricht als auch die Freunde unserer PartnerInnen kennen. Am Nachmittag besuchten wir das „Musée d'art moderne Céret“, ein sehr beeindruckendes Museum moderner Kunst und konnten das Hörverstehen der französischen Sprache üben, da die Führung auf Französisch war. Dabei stellten wir fest, dass wir gar nicht so schlecht wie gedacht sind, da wir doch alles gut verstehen konnten. Danach wurden wir noch im Rathaus vom Bürgermeister persönlich begrüßt, es wurden Fotos gemacht und es gab einen liebevoll zubereiteten Empfang für alle. Den Abend ließen wir in den Familien ruhig zu Ende gehen.
Am Wochenende hatten die Familien Unternehmungen mit uns geplant und wir hatten Glück, da an diesem Wochenende auch Karneval in Céret war und wir uns abends fast alle auf dem Karnevalsball wiedergetroffen hatten und von unserem Tag berichten konnten.
Am Sonntag haben viele von uns einen Ausflug ans Meer gemacht, zum Baden war es allerdings noch etwas zu kalt.
Die neue Woche begann dann mit einem Tagesausflug nach Carcassonne mit einem Zwischenstopp in Narbonne, wo wir die Kathedrale besichtigten. In Carcassonne haben wir den Tag in der ehemaligen Festungsstadt verbracht, wo wir nach einiger Freizeit, die wir überwiegend in den Souvenirshops verbrachten, eine Führung bekamen, welche sogar auf Deutsch stattfand.
Am nächsten Tag unternahmen wir etwas ohne unsere AustauschpartnerInnen, da diese am Unterricht teilnehmen mussten. Wir fuhren mit dem Bus nach Perpignan, wo wir das Schloss der Könige von Mallorca besichtigten und danach jede Menge Zeit hatten, in den vielen Geschäften zu bummeln und einige Erinnerungsstücke mit nach Hause zu nehmen. Als wir uns am Abend mit unseren AustauschpartnernInnen wiedertrafen, durften wir uns nach einem erlebnisreichen Tag wieder etwas entspannen.
Der Mittwoch war dann leider auch schon der letzte Tag in Céret, an dem wir noch ein letztes mal mit in den Unterricht gegangen sind und den Nachmittag mit Packen verbrachten. Am Abend hatten die französischen AustauschschülerInnen eine kleine Abschiedsparty organisiert, wo wir uns auch schon verabschiedeten, da am nächsten Morgen nicht mehr allzu viel Zeit blieb.
Am Donnerstagmorgen kamen wir mit unseren Koffern im strömenden Regen vor der Schule an, wobei doch einige von uns etwas Angst hatten, die Gepäckbegrenzung zu überschreiten, was aber bei keinem der Fall war. Während unsere Koffer verladen wurden, verabschiedeten wir uns nach einer erlebnisreichen Woche voneinander. Als der Bus losrollte, waren wir zwar sehr traurig, aber wir freuten uns doch auch langsam wieder auf unser eigenes Zimmer. Die Ankündigung, dass wir in Barcelona noch einmal die Haupteinkaufsstraße langlaufen durften, versetzte uns dann aber schon wieder in ziemlich gute Stimmung.
Abschließend kann ich nur sagen: Eine tolle Erfahrung und wenn es euch möglich ist, macht unbedingt einen Austausch, die Zeit war einfach toll und und der Sprache hat die Reise auch gutgetan. (Lena Wiele)