Neugestaltung des Jahrgangs 11 als Einführungsphase

Planung für das Konzept Themenklassen im neugestaltenten Jahrgang 11 als Einfühungsphase

Damit die Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase eine Orientierung für die Wahlen ihrer Profile in der Qualifikationsphase erhalten, werden die Klassen im Jahrgang 11 neu zusammengesetzt. Die Schülerinnen und Schüler wählen eine der drei Themenklassen mit einer kurzen Bewerbung aus. Die Themenklassen vertreten jeweils eines der drei Aufgabenfelder (A: sprachlich-künstlerisch / B: gesellschaftswissenschaftlich / C: mathematisch-naturwissenschaftlich) und bieten die Möglichkeit, in zwei Projektwochen, die im Unterrricht fächerübergreifend vor- und nachbereitet werden, eigenständig Projekte aus ihrem gewählten Aufgabenfeld zu bearbeiten und zu präsentieren. Dies wird durch entsprechende themenbezogene Exkursionen ergänzt.

Die Planung und Organisation der Themenklassen gestaltet sich nach dem folgenden Zeitplan:

1. Phase:
Entwicklung der Themen und Projekte für die 3 Klassen nach den 3 Aufgabenfeldern / Festlegung der Klassenleitungen – bis zum Ende des 1. Halbjahres Jahrgang 10


2. Phase:
Vorstellung der Themenklassen auf einem Informationsabend für Eltern und Schüler der Jahrgangsstufe 10 – bis Ende Februar

3. Phase:
Wahl und Bewerbung der Schülerinnen und Schüler / Bildung der 3 Themenklassen – bis Ende April

4. Phase:
1. Treffen der neuen Klassen mit der Klassenleitung zur Planung des nächsten Schuljahres – Anfang Juni

5. Phase:
Beginn des neuen Schuljahres im Jahrgang 11 – Klassenlehrertag

Vorbereitung der 1. Projektwoche – 1. Projektwoche (evtl. mit Exkursion) zeigleich vor den Herbstferien

Arbeit an den Projekten – durchlaufend

6. Phase:
2. Projektwoche zeitgleich im 2. Halbjahr (evtl. mit Exkursion) – spätestens bis Mai

7. Phase:
Präsentation und Evaluation der Projekte während der UNESCO-Projekttage – unmittelbar nach Pfingsten

11a

11b

Deutsch-Polnischer Austausch

Um 11 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Salzwedel und stiegen um 11:35 Uhr in den ersten Zug nach Stendal. Daraufhin folgte ein Umsteigen in einen weiteren Zug in Richtung Berlin Ostbahnhof, an dem wir einen Zwischenstopp von einer Stunde einlegten, um uns noch einmal zu verpflegen. Danach fuhren wir mit dem letzten Zug nach Pozna? (Posen). Dort wurden wir von Magdalena und Maciej empfangen und sind mit einem Bus in unsere Partnerstadt Oborniki gefahren. Es folgte eine Begrüßung in der Schule, während der wir unsere Austauschpartner kennenlernten. Kurz darauf sind wir in unsere Gastfamilien gefahren, in denen wir allerdings nicht lange blieben, da wir gegen 22 Uhr mit einigen Austauschpartnern in einem Bus in Richtung Ukraine aufbrachen. Wir fuhren die ganze Nacht durch und schliefen im Bus bis wir schließlich um 8 Uhr die Grenze erreichten. Nach etwa 2 bis 3 Stunden des Wartens an der Grenze, konnten wir endlich weiter nach Lviv (Lemberg) fahren. Dort angekommen blieben wir mit unserem Bus in einer engen Gasse stecken, da Autos den Weg versperrten. Doch ein paar hilfsbereite Ukrainer trugen diese kurzerhand davon, sodass wir passieren konnten. Nachdem wir das brüchige und schäbige Hostel bezogen hatten, hatten wir zunächst Freizeit. Am späteren Nachmittag trafen wir uns mit der EU-Parlamentsfraktionsvorsitzenden der Grünen Rebecca Harms in einem Café und hatten die Möglichkeit ihr Fragen zur aktuellen EU-Politik zu stellen. Den Rest des Abends hatten wir wieder Freizeit, allerdings wurden wir im Hostel vor ein weiteres Problem gestellt: es gab lediglich drei Toiletten und zwei Duschen für 50 Personen plus Angestellte und andere Bewohner. Am nächsten Morgen begingen wir eine Stadtführung durch die Altstadt von Lviv. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren zu einem Friedhof, wo unsere Austauschpartner ein bestimmtes Grab reinigten. Nach der letzten Nacht im Hostel reisten wir weiter nach Kovel, wo wir eine Schule besuchen wollten. Bei der Fahrt viel uns allerdings auf, wie subsistent die ländlichen Bürger der Ukraine leben. In der Schule wurden wir sehr herzlich Empfangen und bekamen ein Mittagessen in ihrer Schulkantine. Danach stellten sie uns in einer Mischung aus Konzert und Vorträgen ihre Schule und Kultur vor. Nach einigen Kennlernspielen, zeigten sie uns ihre Schule, dabei waren wir sehr davon überrascht, wie gut die Schülerinnen und Schüler Deutsch und Englisch konnten. Wir hatten danach ein Treffen im Rathaus mit dem Vizebürgermeister und konnten auch im kurz Fragen stellen. Darauf hatten wir Zeit einige Interviews mit den polnischen und ukrainischen Schülern über die Europäische Union zu führen. Daraufhin gingen wir in eine Pizzeria und danach führten uns die Schüler noch in ihrer Stadt herum, bevor wir leider wieder fahren mussten. Die darauffolgende Busfahrt dauerte 16(!) Stunden, da wir sechs Stunden an der Grenze warten mussten. Nächsten Vormittag erreichten wir dann schließlich Oborniki und hatten einige Zeit mit unseren Gastfamilien, bevor wir um 17 Uhr das Volleyballturnier bestritten, welches wir natürlich gewonnen haben. Am Abend gingen alle Schüler gemeinsam Pizza essen und wir schliefen die erste Nacht bei unseren Gastfamilien. Am nächsten Morgen nahmen wir zunächst am Unterricht teil und wurden Zeuge von einer Gedenkzeremonie. Danach wurde uns vorgestellt warum sie diese Gedenkzeremonie abhielten und hatten wieder einige Zeit um Interviews zu führen und gingen essen. Am Nachmittag machten wir in deutsch-polnisch gemischten Teams eine Stadtrallye, um Oborniki besser kennenzulernen. Wir hatten nach dieser Freizeit, um etwas mit unseren Austauschpartnern zu machen. Nächsten Morgen fuhren wir nach Pozna?, hatten dort eine Stadtführung und daraufhin Freizeit, bevor wir zurück nach Oborniki fuhren, um die Abschlussparty zu feiern. Bei der Abschlussparty musste jede Austauschgruppe zwei Lieder vorsingen und am Ende wurden noch Bilder gezeigt, die während des ganzen Austausches gemacht wurden. Nach einem letzten Tag verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern an der Schule und wir mit einem Bus nach Pozna? und von dort aus mit einem Zug nach Hause.

11c

Feedback Klasse 11c zu der Projektwoche

Wir aus dem 11. Jahrgang hatten als Schwerpunkt der Projektwoche, die für uns ja 5 Tage gedauert hat, Biologie und zwar schwerpunktmäßig Gewürze und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Der erste Tag, für viele das Highlight der Woche, war eine Exkursion nach Hamburg. Inhaltsstoffmuseum und Gewürzmuseum waren unsere ersten Stationen. Auch, wenn im Inhaltsstoffmuseum teilweise Tiefpunkte in der Konzentration aufkamen, fanden einige Schüler den Vortrag informativ. Im Gewürzmuseum, das in der Speicherstadt lag, wurde von der Klasse ebenfalls gut aufgenommen, vor allem die scharfen Gummibären. Auf das Gewürzmuseum folgte ein Einkauf in einem asiatischen Supermarkt, der beinahe alle staunen ließ, welche Produkte in der asiatischen Küche Anwendung finden. Danach durften wir je nach Bedarf in Gruppen von 5 Schülern in Hamburg weitershoppen.

Am 2. Projekttag haben wir zusammen gefrühstückt, das haben wir an den darauffolgenden Tagen mit Freude wiederholt: Wir hatten Mettbrötchen, Kaffee und diverse Sorten Aufschnitt. Danach starteten wir in das Projekt am Dienstag mit Schokoladenverkostung. Auch das kam gut an. Die weitere praktische Arbeit fand ebenfalls große Begeisterung. Dort wurden die Bestandteile der Schokolade experimentell ermittelt. Darauf folgte ein umfassender theoretischer Teil, bei dem leider einigen die Motivation gefehlt zu haben schien, da die selbstständige Arbeit viel Konzentration abverlangt hat und der Input für Informationen über Proteine, Zucker und Gewürze ziemlich umfangreich war. 

Ein ebenfalls gut aufgenommener Tag was das gemeinsame Kochen. Dort bereiteten wir mit den in Hamburg erstandenen Zutaten Mittagessen orientiert an der indischen Küche zu. Für viele Schüler was das eine ihrer ersten komplexeren Kocherfahrungen, umso zufriedener waren sie mit den scharfen aber leckeren Ergebnissen, die sich aus der Mühe ergaben. Es gab daraufhin positive Überraschungen über den Geschmack einiger Gerichte, die es normalerweise in der heimischen Küche eher seltener zu essen gibt. 

Die Präsentation am Freitag war zwar mit durchaus interessanten Projekten und Ergebnissen überhäuft, allerdings war das allgemeine Empfinden zu der Präsentation in der Aula gemischt. Es war etwas zu wenig Platz und Projekte kamen teilweise nicht richtig zur Geltung. 

Zusammenfassend fanden wir die Projekttage gut. Wir hatten alle eine Menge Spaß und haben obendrein noch reichlich dazugelernt. An einigen Makeln könnte man zwar immer noch etwas feilen, aber uns allen hat’s gefallen.

Moritz Maurischat, 11c