Erasmus-Projekt 2020 - 2022

Erasmus-Treffen auf Rhodos (02. - 07.10.2022)

1. voller Tag (Montag)
Wir sind nach dem Frühstück im Hotel zur Schule gefahren, dort haben die einzelnen Schulen (wir eingeschlossen) sich und ihre Schulen vorgestellt. Es wurden Kennenlernspiele gemacht, da wir immerhin aus sechs unterschiedlichen europäischen Ländern (Polen, Dänemark, Portugal, Türkei) zusammen gekommen sind.

Wir Schüler wurden dann in Gruppen aufgeteilt und haben die Aufgabe bekommen eine Gemeinsamkeit zu finden für einen Gruppennamen. Dann haben wir in diesen Gruppen die Schule besichtigt. Im Anschluss wurden dann die Dinge, die vor der Fahrt zur Abfallwirtschaft in den verschiedenen Ländern herausgearbeitet wurden teils auf Englisch, teils auf deutsch präsentiert.

Nach dem Mittag im Hotel haben wir ein Aquarium besucht und dort einen informativen Vortrag über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben im Meer bekommen und das Aquarium besichtigt. Es gab viele schöne und interessante Meerestiere zu sehen; die Rochen haben uns besonders begeistert.
Wir haben dann eine Mülldeponie besucht, um uns ein Bild davon zu machen, was für ein Ausmaß der Müll so hat und wie in Griechenland damit umgegangen wird. Die „Müllwürfel“ waren im negativen Sinne eindrucksvoll.

Danach hatten wir Freizeit und haben noch einen schönen Nachmittag am und im Meer verbracht und sind dann abends noch in der Altstadt spazieren gegangen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

2. Tag (Dienstag)
Am nächsten Morgen sind wir alle noch recht müde nach dem Frühstücken mit dem Bus losgefahren. Zunächst ging es zum Schmetterlingsmuseum; dort haben wir ein paar Videos gesehen, ein bisschen zugehört und durften uns noch ein paar ausgestellte Insektenteile angucken. Danach gab es noch einen „Papier selbst machen Workshop“, bei dem wir als Schüler aber leider so gut wie gar nichts selbst machen durften.

Nach einem kurzen Mittagssnack aus dem Lunchpaket, das wir uns beim Frühstuck mitnehmen durften, ging es dann mit dem Bus weiter zum Schmetterlingstal. Dort waren zwar keine „russischen Bären“ (so heißt diese Art) mehr zu sehen, da sie nur von Juni bis September sichtbar sind; dennoch war die Landschaft mit Bächen, kleinen Wasserfällen und engen Pfaden sehr schön. Dann ging es gleich weiter zum Bienenmuseum; dies war sehr interessant und es gab dort sehr leckere Honigprodukte von heimischen Bienen zu kaufen.

Nachmittags ging es dann in den Süden der Insel nach Lindos. Dort besuchten wir die Akropolis, welche ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist. Viele eindrucksvolle Ruinen waren aus hellenistischer Zeit und dem Mittelalter noch erhalten.

Daraufhin gingen wir als kleine Gruppe nach unten in die Stadt etwas essen. Vor der Abfahrt des Busses hatten wir noch ein wenig Zeit, an einem sehr schönen Strand ins Meer zu gehen.
Die Rückfahrt dauerte etwas über eine Stunde und sehr viele schliefen in der Zeit. Als wir im Hotel ankamen, gab es nur noch Abendessen; viele sind früh schlafen gegangen, da der Tag sehr ereignisreich war.

3. Tag (Mittwoch)
Der Tag begann für uns bereits früher als gewohnt um 6 Uhr morgens, damit wir um 6:45 Uhr frühstücken konnten, denn die Erasmus-Teilnehmer aller Länder gingen gemeinsam um 7:15 vom Hotel aus zum Hafen von Rhodos. Von dort aus war eine zweieinhalbstündige Fahrt per Katamaran auf die “abfallfreie” Insel Tilos geplant. Die Fähre legte um 8 Uhr ab und bereits kurz nach Abfahrt mussten sich zahlreiche Passagiere unter Deck (viele von uns inklusive) aufgrund der starken Wellen übergeben. Glücklicherweise hatten wir nach ungefähr einer Stunde die Möglichkeit, uns nach draußen zu setzen, was die Fahrt erleichterte. Um 10:20 kamen wir erleichtert an und begaben uns direkt in den für uns bereitstehenden Bus und fuhren die wunderschönen Berggipfel von Tilos entlang zum lokalen Recycling- und Verwertungszentrum der Insel. Vor Ort zeigte man uns den gesammelten Müll der ungefähr 500 Einwohner großen Stadt am Inselufer.

Dieser wird wöchentlich lediglich aus den Haushalten der Bürger und Unternehmen eingesammelt, um so viel Müll wie möglich wiederverwerten zu können. Man zeigte uns eine Lagerhalle, in der der Müll in zahlreiche verschiedene Ströme geteilt wurde, um gruppenweise recycelt zu werden. Zusätzlich wurde in der Anlage in einigen Behältern Kompost durch regulierte Zersetzung zu Treibstoff für Industriemaschinen umgewandelt. Insgesamt schien das Müllkonzept der Anlage plausibel, könnte jedoch nur sehr schwer auf größere Städte angewandt werden, da es sehr viel mehr Arbeit macht.

Letzter voller Tag (Donnerstag)
Nach einem gemeinsamen Frühstück gingen wir mit den Partnerschulen zusammen los in die Altstadt. Dort durften wir den Privatgarten Montalembert besuchen, der eine Vielzahl an für uns exotischen Obstbäumen aufwies. Uns wurden die vielen Mythen und Geschichten erzählt, die hinter den prächtigen Pflanzen und Bäumen stehen.

Auch der unter Mussolini in größerem Maßstab wieder aufgebaute Großmeisterpalast des Johanniterordens aus dem 14. Jh. war sehr beeindruckend. Hier konnte man gut erkennen, wie die verschiedenen Kulturen und Epochen auf Rhodos wie in einem Schmelztiegel zusammenkamen und -kommen.

Nach dem wir genug erkundet hatten, kehrten wir zum Mittagessen in unser Hotel zurück. Anschließend fuhren wir mit dem Bus ein letztes Mal an unsere griechische Gastschule. Als Tagesthema war ,,aus alt mach neu“ vorgesehen, weshalb uns vorerst ein Künstler seine Kleidung vorgestellt hat. Das Besondere daran war, dass er sie komplett aus Papier herstellt. Er zeigte uns einige seiner beeindruckenden Konstruktionen, die teils sehr komplex aufgebaut waren. Zum Schluss seiner Vorstellung durften wir sogar einige seiner Kleidungstücke anprobieren. Auch stand ein Workshop auf dem Programm, der von uns verlangte, ein Boot aus Altpapier, Strohhalmen
usw. zu bauen. Allerdings hat sich dieser Programmpunkt doch etwas in die Länge gezogen. Dann war es soweit und wir mussten uns nach einer netten Abschiedszeremonie die Schule verlassen.

Als Abschluss des Projektes wurden wir am Abend in ein schönes Lokal in der Altstadt zum Essen eingeladen. Die Stimmung war sehr gut, da z.B. der griechische Schulleiter mit einigen Musikern, die traditionelle griechische Lieder spielten, angefangen hat zu singen. Alle versammelten sich, um auf
griechischer Art zusammen Sirtaki zu tanzen. Währenddessen fingen bereits einige Schüler der anderen Schulen an, sich heulend in den Armen zu liegen, da sie noch nicht gehen wollten und sich sehr gut verstanden.

Texte von: Asisa Hetey, Lina Wagner, Lino Sambou und Yuri Maierhofer

Projekt: „Umweltfreundliches Europa – Die Zukunft beginnt jetzt!“

Wir sind bereits im Frühjahr 2022, unser Projekt ist vor fast 2 Jahren gestartet … und erst jetzt konnten 6 Schülerinnen und 2 Schüler des Gymnasiums Lüchow mit Herrn Holste und Herrn Haase-Mühlner zum ersten Mal an einer Reise zu einer Mobilität des Projektes im Ausland teilnehmen:


Türkei / Antalya war das Ziel, an dem wir uns mit unseren Partnerschulen aus Polen, Dänemark, Portugal, Griechenland bei den türkischen Gastgebern in der Bahcesehir Koleji-Schule vom 8.5. bis zum 13.5.2022 trafen.


Im Tagebuch-Stil haben unsere Schüler ihre Erlebnisse aufgeschrieben.

 

Montag 09.05.2022

 

Dienstag 10.05.2022

 

Mittwoch 11.05.2022

 

Donnerstag 12.05.2022

 

 

Die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Erstellung dieser Veröffentlichung stellt keine Billigung des Inhalts dar, welcher nur die Ansichten der Verfasser wiedergibt, und die Kommission kann nicht für eine etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen haftbar gemacht werden.

Video zur ERASMUS+-Woche in Lüchow vom 14. bis 19. November 2021

Dänische Version zur ERASMUS+-Woche

Umweltfreundliches Europa – die Zukunft beginnt jetzt!

„Umweltfreundliches Europa“ ist ein Projekt mitten in der Corona-Krise. Die Natur hat uns gezeigt, wie mächtig sie ist. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nicht nur von, sondern mit der Natur zusammenleben, in ihr und für sie handeln. Umweltschutz ist aktueller denn je – Verantwortung gegenüber der Umwelt ist überlebenswichtig und kennt keine Grenzen.

Das Problem, dass wir ungerecht mit Mutter Erde umgehen, wird seit Jahrzehnten diskutiert. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen jedoch nicht genug aktive Haltung. Wir wollen mit unseren SuS die Seite wechseln, vom Beobachter zum aktiv Handelnden werden. Wir alle leben auf der einen Erde, Meere und Ozeane sind international, wir atmen dieselbe Luft: Deswegen ist das Erasmusprojekt ein internationales Projekt. Darin arbeiten 150 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12-16 Jahren aus sechs Ländern zusammen. Beteiligt sind Schulen aus der Türkei, Polen, Portugal, Dänemark, Griechenland und Deutschland. Wir wollen das Verantwortungsbewusstsein stärken und unsere SuS für den aktiven Umweltschutz gewinnen.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dazu an folgenden Themen:

(1) Deutschland: Naturlandschaften, Wald als Ökosystem, Biodiversität;
(2) Dänemark: Alternative Energien;
(3) Portugal: Wasser – Ressource und Lebensraum;
(4) Rhodos: Abfallverwertung und Recycling;
(5) Türkei: Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln.

Was bisher geschah…

Das Erasmusprojekt konnte wegen der Covid19-Pandemie bisher nicht ganz wie geplant durchgeführt werden. Besonders auf die Reisen hatten sich unsere Schülerinnen und Schüler sehr gefreut. Deswegen wurden gleich zu Anfang kreative Lösungen gefunden: Die Aktivitäten wurden online verlegt. In einzelnen Schulen wurden Umfragen zu den Projektthemen, Projektlogo und Wettbewerbe durchgeführt. Am Gymnasium Lüchow haben Schülerinnen und Schüler Logo – Vorschläge entworfen. Da auf Grund der Pandemie außerschulische Aktivitäten nicht möglich waren, haben sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts online mit dem Projektthema „Vorstellung der Heimatregion, Erstellen von Fotostrecken zu unserem Themenkomplex“ auseinandergesetzt.
Um sich gegenseitig vorzustellen, haben die SuS online auf Padlet eine Vorstellungswand kreiert. Dabei haben sie Steckbriefe von sich selbst gestaltet und von ihrem Leben vor und während der Pandemie erzählt: Die Wand findet ihr unter diesem Link:

https://padlet.com/marta_kozak1/f7cm4xn1mvulqrdj

Das erste Online Treffen der SuS fand am 11.06.2021 statt: Dabei haben sie spielerisch ihre Kenntnisse zum Thema Landschaften, Klima, Fauna und Flora in den Partnerländern ausgetauscht.