Auszeichnung

2016 wurde das Gymnasium Lüchow erneut als Umweltschule in Europa ausgezeichnet.
Handlungsfelder in den letzten 2 Jahre waren im Wesentlichen ökologisches Denken und Handeln sowie Regenerative Energien. Diese finden sich entsprechend dem Schulkonzept in vielen Bereichen des Schullebens wieder und wurden von den Schülerinnen und Schülern (SuS) sowie den Kollegen in den Unterricht integriert und sinnvoll ergänzt.
Aufgrund aktueller Ereignisse wurde das Handlungsfeld Energie abgewandelt. Im näheren Umfeld der Schule (500 m Fußweg) wurde ein Erstaufnahmelager für Flüchtlinge eingerichtet. Die Schule hat entsprechend ihrem Schulprogramm reagiert.
Hauptziele: Integration von Flüchtlings- Jugendlichen in unseren Schulalltag ermöglichen.
Sensibilisierung unserer SuS für die Problematik. Entwicklung von Handlungskonzepten zur Integration.
Es wurden Projekttage zu dem Thema (Hinschauen und einmischen) durchgeführt. Geplant, durchgeführt und dokumentiert wurden diese weitestgehend selbstständig von den SuS des 11ten Jahrgangs. SuS des 12ten Jahrgangs, die ähnliche Projekttage im vergangenen Jahr durchführten, unterstützten.
Zur konkreteren Vorbereitung wurde ein Seminarfach mit dem Oberthema „Flucht“ eingeführt.
SuS der untere Klassen bereiteten diverse Projekte vor und nach. So beschäftigten und beschäftigen sie sich nicht nur mit sozialen Aspekten sondern auch mit dem Klimaschutz unter dem Oberbegriff Klimaflüchtlinge. Der ökologische Fußabdruck war hier nur ein Thema von vielen.
Besonders am Herzen lag den SuS direkt und nachhaltig zu helfen. So wurden z.B mit den Flüchtlingen Obst gepflückt und Saft hergestellt.
Fächer wie Musik, Kunst und Sport trugen dazu bei eine freundliche Kommunikationsbasis herzustellen.

Biotop Innenhof

Der Innenhof des Oberstufengebäudes wurde schon 2016 von Schülerinnen und Schülern (SUS) der damaligen 10a neu gestaltet. Durch eine geschickte Auswahl der Bepflanzung und die Schaffung von Habitaten, wie einem Teich und einem Steinwall, soll so ein Beitrag zur Bereicherung der Biodiversität geschaffen werden.
Gleichzeitig ergibt sich hierbei durch die günstige Lage (Der Innenhof ist vom Bioraum einsichtig) die Gelegenheit zum bequemen Artenmonitoring sowie zur Dokumentation der Sukzession. Seit dem wird das Biotop von SuS der unterschiedlichsten Altersstufen ergänzt (Beispielweise schufen einige SuS im Rahmen einer Projektarbeit ein Insektenhotel) und von den Mitgliedern der Umwelt AG wird es betreut. 

Bäume des Jahres

Wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit für Bäume / den Wald ist, vor allem seitdem immer mehr Menschen in den Ballungsräumen leben, erfährt man immer wieder bei Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule aber auch mit Kollegen des Gymnasiums.
Es ist erschütternd, dass die Kinder in der 6ten Klasse zwar zehn oder zwölf Autotypen nennen können aber kaum ein Kind mehr als zwei Baumarten kennt. Aus diesem Grund hat die Dr. Silvius Wodarz Stiftung die Aktion „Baum des Jahres“ ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird eine Baumart nach bestimmten Auswahlkriterien zum Baum des Jahres ernannt und die Ernennung öffentlich gemacht.
Das Gymnasium Lüchow hat diese Aktion zum Anlass genommen und pflanzt schon seit den 90er Jahren die entsprechenden Bäume auf oder in der Nähe des Schulgeländes. 2017 war es wieder einmal so weit und unter der Leitung von Herrn Hüppner und den anderen  Biologiekollegen wurden zahlreiche Bäume gepflanzt.
Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Herrn Dr. Nemetschek (stellvertretender Bürgermeister der Stadt Lüchow), da er die benötigten Setzlinge für die Pflanzaktion zur Verfügung stellte. 

500 Deckel

Das Gymnasium Lüchow beteiligt sich an einem Projekt des Rotary Club Herzogtum Lauenburg. Bei diesem Projekt „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ geht es darum Kunststoffdeckel von Flaschen zu sammeln und einem Recyclingunternehmen zu verkaufen.
Da die Deckel im Gegensatz zu den Flaschen aus hochdichtem Polyethylen bestehen, wird durch die getrennte Rückführung der Deckel ein Wert geschaffen, den die Recycling Firmen entsprechend vergüten. Mit dem Gewinn werden in Ländern der dritten Welt lebenswichtige Impfungen gegen Polio (Kinderlähmung) finanziert.
Die Umwelt Ag hat unter der Leitung von Herrn Raeder für alle Klassen des Gymnasiums Lüchow entsprechende Sammelbehälter gebaut. Der Erfolg der Aktion ist phänomenal und wird hoffentlich noch lang andauern.
Schon in den ersten 4 Monaten wurden 33500 Deckel gesammelt. Also konnte umgerechnet 67 Kindern geholfen werden. 

Artenmonitoring

Als Umweltschule in Europa arbeiten wir seit langem in Projekten zu international abgestimmten Themenbereichen, die globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme behandeln oder die das Engagement für lokale Umweltfragen fördern.
Derzeit ist ein besorgniserregendes Insektensterben zu verzeichnen. Die Ursachen dafür liegen teilweise auf der Hand sind aber noch nicht vollkommen geklärt.
Der Umweltverantwortliche der Schule, die Fachlehrer und externe Partner organisieren und koordinieren vielfältige Aktivitäten, die für die Schülerinnen und Schüler die Bewahrung der Natur und den Schutz der Umwelt als ständige Aufgabe erfahrbar machen. Ein erster geeigneter Schritt dazu ist ein regelmäßig durchgeführtes Artenmonitoring.
Die niedersächsische Elbeniederung hat für die Tier- und Pflanzenwelt eine herausragende Bedeutung. So sind z.B. rund 250 Vogel- und 1300 Gefäßpflanzenarten hier nachgewiesen. Die Artenvielfalt im Elbetal entsteht durch die Vielfalt von Landschaftselementen in einem eng verzahnten Mosaik gegensätzlicher Lebensräume. Da Landschaftsschutz und Tourismus naturgegeben in einem gewissen Widerspruch stehen, aber der Mensch nur etwas schützt, von dem er weiß, dass es schützenswert ist, suchen wir stets nach Mitteln und Wegen den Menschen die Natur schonend näher zu bringen.
Aus diesen Gründen hat Frau StR` Heinemeyer mit ihrem Oberstufenkurs naheliegende Biotope besucht und die Artenanzahl sowie deren Häufigkeit bestimmt.Artenmonitoring

Wölfe im Wendland

Für 150 Jahre galten die Wölfe in Deutschland als ausgestorben, besser ausgerottet, aber ganz weg waren sie in der Vergangenheit nicht. Es gab gelegentlich wandernde Jungwölfe, die aus dem Osten Europas zu uns ins Wendland fanden.
In den 50er und 60er Jahren, brachten diese Weitwanderer immer wieder etwas Aufregung und einen Hauch von Wildnis in den beschaulichen Alltag im Zonenrandgebiet. Alle erlitten das gleiche Schicksal, sie wurden totgeschossen bevor sie einen Partner finden konnten.
Der eigentliche Zweck ihrer langen Wanderungen, ein neues Territorium zu besetzen und ein Rudel zu gründen erfüllte sich nicht. Derzeit gibt es immer häufiger Wolfsichtungen im Wendland.
In Niedersachsen gelten Wolfsrudel nun als etabliert. Gelegentlich ist von gerissenen Schafen oder anderen Nutztieren in der Zeitung zu lesen. Bisweilen machen bereits „reißerische“ Gerüchte die Runde, die die Angst schüren. Aus diesem Grund wurde Kenny Kenner (Wolfsberater) ins Gymnasium Lüchow eingeladen um Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Schülerinnen und Schülern der 5ten Klasse saugten die Informationen begeistert auf und entwickelten am darauffolgenden Tag ein ein Theaterstück  die Informationen bei der Projektwoche weiter zu verbreiten.

Besonderer und herzlicher Dank an Kenny Kenner.

Projekttage 2017

Im Jahr 2017 hat das Gymnasium wieder Projekttage durchgeführt. Wie es bei uns mittlerweile Tradition ist, wurden diese von Schülerinnen und Schülern (SUS) der Oberstufe im Seminarfach geplant, organisiert und anschließend mit allen SUS durchgeführt.
Dabei wird den SUS lediglich ein Oberthema nahegelegt, welches sich an UNESCO Themen und / oder Handlungsschwerpunkten der Umweltschule Europa orientiert.
Auch dieses Jahr kamen so wieder diverse Projekte zustande, die sich mit Themen zur Ökologie und dem Umweltschutz beschäftigten.

Dazu hier ein Auszug.

Ökosystem Wald

Catering und Feier

Recykling Kunst

Regenerative Energie

Spendenlauf Wasser für AfrikaA

Vogelhäuser

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, man solle am Winterende die Vogelfütterung einstellen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das ganzjährige Ausbringen von Vogelfutter einen ergänzenden Beitrag zum Erhalt unserer Vogelvielfalt leisten kann.
In unserer durch intensive Landwirtschaft geprägten und durch viele „Saubermann-Aktionen“ ausgeräumten Landschaft finden die Vögel auch im Sommerhalbjahr zunehmend weniger Nahrung.
Wildkräuter werden auf fast allen Feldfluren intensiv mit Herbiziden bekämpft, Wiesenpflanzen bilden aufgrund frühzeitiger und häufiger Mahd nur noch selten Samen aus.
Hinzu kommt, dass Insekten durch Pestizid-Einsatz im Bestand zurückgehen.

Aus diesem Grund hat sich die Umwelt AG entschlossen einige Futterhäuser zu bauen. Hier eine Auswahl der schönen Exemplare.

Projekt: Umweltschule Europa

Was ist "Umweltschule in Europa"?

"Umweltschule in Europa" ist ein internationales Programm, das in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. durchgeführt wird.

Das Kooperationsprojekt "Umweltschule in Europa" zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Curriculum und Schulleben.

Was soll erreicht werden?

Ziel ist es, eine dauerhafte Verbesserung der Umweltsituation zu erreichen durch deutliche Schritte zu einem höheren Maß an Umweltverträglichkeit in der Schule und ihrem Umfeld.

Eine Schule, die ihre für den entsprechenden Zeitraum gesetzten Ziele umsetzt, erhält die Auszeichnung "Umweltschule in Europa", bestehend aus einer Urkunde und einer Flagge.

Was hat das Terrarium im Neubau damit zu tun?

Ein Terrarium ist ein Weg die Natur ins Haus zu holen. Durch den
gewissenhaften Umgang mit ihm können wir viel über die ?Welt ?dort draußen? lernen ohne sie in Gefahr zu bringen.

Umweltschutz ist in unserer Gesellschaft ein anerkanntes und probates Ziel. Aber in unserer medienüberfluteten Welt wissen wir oft mehr über Geschehnisse in aller Welt als über die Pflanzen und Tiere vor unserer Tür. Es ist also wichtig hinauszugehen und diese Umwelt kennen zu lernen, denn nur was man kennt kann man schützen. Leider wird bei diesen Exkursionen oft gerade die Natur zerstört die man zu schützen sucht.