Venedig – Stadt der Künstler

Ausstellung des Bucerius-Kunst- Forums,  Hamburg, 01.10.2016 bis 15. Januar  2017

Einleitung
Für die UNESCO-AG  besuchten Matilda Beye und Johanna Ziegeler aus der Klasse 9a am 22.11.2016  die Ausstellung „Venedig – Stadt der Künstler“ im Hamburger Bucerius-Kunst –Forum. „La Serenissima“ – die „Durchlauchigste“, wie Venedig oft genannt wird, steht seit Jahrhunderten für einen Sehnsuchtsort erster Güte. In der Vorzeit galt sie als Mittlerin zwischen Orient und Okzident, fast ein Jahrtausend stellte Venedig  eine der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen  Mächte in Europa dar. Über Jahrhunderte war Venedig dank der begüterten aristokratischen städtischen Oberschicht ein Ort der Künste. Die Künstler schufen  mit ihren Bildern und den damit verbundenen Emotionen den „Mythos Venedig“. Das Miteinander von Licht und Wasser, von Lagune und Stadt und die auf dem Canal Grande errichtete prächtige Architektur feierten die Künstler von 1500 bis zum frühen 20. Jahrhundert in ihren Bildern. Das Thema der Ausstellung ist nicht die Malerei der Venezianischen Schule, sondern die einzigartige  Rezeptionsgeschichte  Venedigs: Venedig im Blick, 500 Jahre lang, die Frage lautet: Wie haben die Künstler in diesem Zeitraum Venedig erfahren und wie haben sie ihre Erlebnisse künstlerisch umgesetzt?
Zwei Themen sollen beispielhaft in diesem Beitrag aufgegriffen werden. Thema (1) „Licht und Farbe“, Thema (2) „Schönheit und Verfall“.
(Teresa Ziegler fehlte krankheitsbedingt, wirkt aber bei diesem Beitrag mit.)

Unsere Tagesfahrt zur Ausstellung

Am 22.12. besuchten wir mit unserer Klasse 9a und den Lehrern Herrn Gerlach und Herrn Nilius die Venedig-Ausstellung der Bucerius Kunstforum in Hamburg. Während der Führung vorbei an den vielen Gemälden und Kunstwerken begleitet uns eine Mitarbeiterin des Kunstforums und erzählte ausführlich über die Geschichte und Entwicklung der Gemälde und ihrer Künstler. Aus der Ausstellung haben wir zahlreiche Erkenntnisse über die Kunst mitgenommen. Zunächst haben wir gemerkt, dass man nicht immer dem Schein Glauben schenken sollte. Viele Künstler drücken mit ihren Werken viel mehr Emotionen und Geschichten aus, als der Betrachter auf dem Ersten Blick erkennt. Die Ausstellung vermittelte uns ein Blick auf die vielen Fassetten Venedigs, obwohl keiner von uns je in Venedig war. Wir bedanken uns beim Bucerius Kunstforum für die Führung und die Rechte an den Bildern.

Licht und Farbe

Ab dem Jahre 1800 stand das Thema „Licht“  in zahlreichen Kunstwerken, die Venedig abbildeten, im Mittelpunkt. Die Lichteinstrahlung Italiens war für viele Künstler etwas völlig Neues. Besonders auf die Reflexionen im Wasser wurde sich in den Arbeiten fokussiert. Im 19. Jahrhundert veränderte sich das impressionistische Bild zum eher abstrakten Bild.

1833 veröffentlichte der Künstler William Turner (1775-1851) eine Reihe von 25 Venedig-Gemälden. Jedes dieser Werke spiegelt die Inspiration, die er aus der Wasserstadt schöpfte, wieder. In seinem Bild „Der Campanile von San Marco und der Dogenpalast“ gestaltet er seine Skyline konturlos, sodass die Farben ohne scharfe Abtrennung ineinander übergehen, und so wirkt es, als würden die Formen sich im Licht auflösen. Der Blickwinkel des Künstlers ging von der Insel San Giorgio Maggiore nach San Marco. Etwa mittig im Bild sieht der Betrachter den Übergang zwischen Skyline und Wasser. Die Häuserreihe ist in einem auffällig hellen Gelb eingefärbt. Hellere und dunklere Gelbtöne deuten Details an. Das Wasser spiegelt die Häuser und geht dann in einen grün-bläulichen Ton über. Über der Skyline erstreckt sich der dunkel- und hellblaue Himmel. Im Gemälde sind nur waagerechte und senkrechte Linien erkennbar, dadurch wirkt es sehr symmetrisch und es vermittelt eine gewisse Ruhe. Die grellen Farben lassen das Bild leuchten und im Tageslicht erscheinen.

Das Gemälde zeigt die Insel San Giorgio Maggiore mit der gleichnamigen Kirche im Mittelpunkt. Auf der unteren Bildhälfte kann man zwei Gondeln auf dem Wasser erkennen. Das Bild ist stark von Licht und Farbe geprägt. Es wurden kein schwarz sowie keine Erdtöne verwendet. Der Himmel und das Wasser tragen die gleichen Farbtöne, von hellem Blau über Grün und Gelb bis hin zu rötlichen Tönen ist alles vertreten. Die Farben sind im Himmel ähnlich einem Regenbogens angeordnet. Für Highlights wurde weiß verwendet. Auch Schatten sind zu erkennen, jedoch sind auch diese sehr hell gehalten. Statt scharfen Konturen, wurden eher verwischte Schatten in Blau- und Grüntönen eingesetzt. Die Insel ist im Dämmerlicht dargestellt, daher spiegeln sich die Rottöne auch im Wasser wieder. Das Werk wirkt ruhig und heiter, aufgrund der hellen Farben und der weichen Übergänge. Scharfe Linien sind kaum bis gar nicht zu erkennen, deshalb strahlt das Bild weder Ruhe noch Unruhe durch Symmetrie aus.

Schönheit und Verfall

Anfang des 19. Jahrhundert wählten zunehmend Engländer Venedig als Ziel für neue Entdeckungen. Allerdings dominierte in Venedig nicht mehr die romantische und verzaubernde Seite der Stadt, sondern eher der Verfall der Lagunenstadt. Die Bilder sind geprägt vom Gedanken des Todes und der Flüchtigkeit des Lebens. Der Verfall lässt sich durch die Bilder oft nicht vermuten, da auf eine weniger detaillierte Skizze gesetzt wurde, so erhielt man die Illusion eines gesunden Venedigs aufrecht. Dies ist darauf zu schließen, dass die Künstler den Zerfall melancholisch betrachteten und ihn nicht wahrnehmen wollten.

Eines der vielen Kunstwerke William Turners, das Venedig abbildet, mit dem Titel „Venedig, die Seufzerbrücke“  zeigt die Seufzerbrücke, die den Dogenpalast mit dem neuen Gefängnis verbindet. Im Vordergrund sieht man mehrere Schiffe und Gondeln im Wasser. Im Hintergrund ist Venedig als schöne Stadt abgebildet mit pompöser Architektur, die nicht verfallen wirkt. Bei den Schiffen sind eine Menge Menschen erkennbar. Auf diesem Bild würde man, da der Künstler impressionistisch malte, den Verfall der Stadt nicht erkennen, weil er die Stadt nicht so darstellen wollte, wie sie wirklich ist, sondern wie sie in seiner Erinnerung und seiner Vorstellung war.

Literatur:
Ausstellungskatalog „Venedig. Stadt der Künstler“, Publikation des Bucerius Kunst Forums, hrsg. F.W. Kaiser und K. Baumstark, Hamburg 2016. Die Veröffentlichung der Fotos zu den Malereien von Turner und Monet erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Bucerius-Kunst-Forums.

Forderungen aus Gymnasium Lüchow in Bundestag-Generaldebatte

Im  Rahmen  ihres  Schulprojekts  „Junger  Rat  für  Hiltrud  Lotze“  macht  die Bundestagsabgeordnete Jugendliche aus dem Wahlkreis zu Politikberatern. Forderungen  aus  dem  Gymnasium  Lüchow  fanden  nun  Eingang  in  die Generaldebatte des Bundestages.

Die Pressemitteilung zum Download

Exkursion in den Harz zur Besichtigung des grünen Bandes

Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 6c waren beim UNESCO-Projekttag in Marienau erfolgreich

Der UNESCO-Projekttag der UNESCO-Projektschulen der Region Nord-Ost führte in diesem Jahr 17 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums zur Internatsschule Marienau.
In sehr unterschiedlichen Projekten zum Thema „Gemeinsam in Vielfalt leben“ wurde beispielsweise Hüte gebastelt, faire Sportspiele erprobt oder Arabisch gelernt, Völkerverständigung am Beispiel der Römer und Germanen geübt, das Leben in einem Teich erforscht oder auf Schatzsuche beim Geocaching gegangen.
Viele interessante Eindrücke konnten gewonnen werden durch die Zusammenarbeit unserer Schülerinnen und Schüler mit Schülern unterschiedlicher Schulformen von den UNESCO-Projektschulen aus Lüneburg, Buxtehude, Seevetal, Winsen und Marienau.

Kerstin Lüttich

Oberschüler und Gymnasiasten tauschten sich aus

Einen inhaltlichen Austausch zwischen Klassen unterschiedlicher Schulformen gibt es in der Regel sehr selten. Eine Ausnahme von der Regel gab es vor kurzem dennoch. Unabhängig voneinander besuchte die 10b der Oberschule Lüchow und die 10a des Gymnasiums Lüchow jeweils ein ehemaliges Konzentrationslager.
Die Oberschulklasse besuchte die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Nähe von Hamburg. Die Gymnasialklasse besichtigte im Rahmen eines UNESCO-Projekttages das Dokumentationszentrum KZ Bergen-Belsen.
Die hieraus entstandene Ausstellung des Gymnasiums weckte das Interesse vom Oberschullehrer Herrn Mebben und im Kontakt mit Gymnasiallehrer Herrn Haase-Mühlner entstand die Idee des fachlichen Austauschs.
Zunächst wurde der 10b das Ausstellungsmaterial zur Verfügung gestellt und am Dienstag gab es schließlich ein Treffen beider Klassen, um die Eindrücke und Erlebnisse auszutauschen. Dank des gut strukturierten Ablaufs durch die Lehrkräfte verlief das Treffen reibungslos.
Nach den jeweiligen Vorträgen entwickelte sich eine rege Diskussion auf Augenhöhe, bei der sich letztlich herausstellte, dass beide Klassen die Besichtigungen als bedrückend empfunden haben. Insbesondere die unmenschliche Behandlung der Insassen durch die Nationalsozialisten schockierte die Schüler beim Durchschreiten der Gebäude nachhaltig. Beim Anblick der historischen Räumlichkeiten erschienen die Gräueltaten greifbarer und realer, als beim Lesen eines Geschichtsbuches.
Auch vor dem Hintergrund der aktuellen "Flüchtlingskrise" erschien es allen Schülern besonders wichtig, die Erinnerung an diese dunkle Zeit wach zu halten.
Abschließend fasste Herr Mebben zusammen: "Informationsvermittlung ist das wichtigste!" Dem war nichts hinzu zu fügen.

UNESCO Seminar in Bad Bevensen 2015

Ein interessantes Seminar

Wir, 4 Schüler/-innen des Gymnasium Lüchows, haben an einem Seminar am Gustav-Stresemann-Institut in Bad Bevensen teilgenommen.
Die Veranstaltung lief unter dem Namen "Jugend gestaltet Zukunft".

Am Montag, den 12.10.2015 sind wir gegen 9:30 Uhr auf dem Institutsgelände angekommen. Das erste Treffen mit den anderen Seminarteilnehmern (insgesamt 7) und der Leitung (3) hat um 11:00 Uhr mit der Eröffnung und dem Kennenlernen stattgefunden.
Es herrschte eine lockere Atmosphäre, wir haben unserer Erwartungen - und auch Befürchtungen - ausgetauscht und sind in die Thematik eingestiegen. Mit der Frage "Was hat mein T-Shirt mit Ungerechtigkeit zu tun?", haben wir das Thema "Das Globale vor Ort" eröffnet. Weiter ging es mit einer Gesprächsrunde über die individuellen Kaufentscheidungen. Am Nachmittag haben wir eine Stadtrallye in Bad Bevensen gemacht und haben Passanten zu der Thematik befragt. Nach dem Abendessen und der Auswertung der Rallye haben wir zum Abschluss des Tages einen passenden Film geschaut. Am Dienstagmorgen haben wir eine Übung zur Gerechtigkeit gemacht. Der Höhepunkt des Seminars war die Exkursion nach Hamburg in die Ausstellung "Fast Fashion" im Museum für Kunst und Gewerbe gemacht. Die dortige Führung hat unser Wissen erweitert und das Thema von anderen Seiten beleuchtet. Am Abend haben wir über die Exkursion gesprochen und einen Tauschmarkt durchgeführt. Dazu sollte jeder Teilnehmer maximal 5 Dinge aus den unterschiedlichsten Bereichen mitbringen. Der letzte Seminartag startete (nach dem Frühstück) mit einer Übung zum Thema Gerechtigkeit mit dem fantasievollem Namen "Die Kunst einen Kürbis zu teilen". Danach wurde ein weiteres Mal überlegt, welche Rolle man als Einzelner im Bereich der Nachhaltigkeit übernimmt. Der letzte Punkt war die Seminarauswertung inklusive anonymer Bewertung.

Das Seminar hat unser Wissen zu den Themen Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Umweltfreundlichkeit deutlich erweitert und gerade die Ausstellung hat uns einen sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand ermöglicht.
Außerdem haben wir neue, nette Leute kennengelernt. Wir können eine solche Veranstaltung nur empfehlen und legen jedem Nahe, eine solche Chance nicht verstreichen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Thore Stübner, Lena Teschner, Lea Albrecht, Marvin Rosseburg